Der 'Tank Man' wurde zur Symbolfigur der chinesischen Demokratiebewegung. Das Video, in dem er am Tiananmen allein eine Panzerkolonne stoppte, ging um die Welt (Foto: Deborah Kelly).

 
 

Veranstaltungen

 

Reihen Bewegungsgespräche | Kolloquium ‚Politik von unten‘

Konferenzen Jahrestagung 2017 Jenseits der „Lügenpresse“-Parolen | Internationale Konferenz Cross-Movement Mobilization | Jahrestagung 2016 Rechtspopulismus als Bewegung? | Vernetzungstagung Bridging and Bonding | Konferenz Technik und Protest | Auftaktkonferenz Viel Bewegung – wenig Forschung?

Alle anstehenden Veranstaltungen des ipb finden sich im Kalender.

Die Bewegungsgespräche

Kampfstark, mutig, immer laut genug? Soziale Bewegungen verändern die Gesellschaft. Und doch stehen sie derzeit vor großen Herausforderungen. Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungsprozesse, eine stattliche Kapitalismuskrise und eine als alternativlos verkaufte Politik der etablierter Akteure tragen dazu bei. Recht so?

Mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe wollen das Institut für Protest- und Bewegungsforschung, das Forschungsjournal Soziale Bewegungen und die Bewegungsstiftung gemeinsam mit der Tageszeitung taz diesen Prozess begleiten. Durch lebendige Debatten zu aktuellen Fragen sozialer Bewegungen.

In der Reihe sollen AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen zu brennenden Bewegungsthemen Thesen vorstellen und miteinander ins Gespräch gebracht werden. Ein Ort für außergewöhnliche Menschen und Initiativen. In konstruktiver Atmosphäre, jenseits dogmatischer Grabenkämpfe. Eingeladen dazu sind alle, die sich fragen, welche Anstöße soziale Bewegungen im gegenwärtigen Klima geben können und selbst benötigen, wo ihre Defizite, wo ihre Stärken liegen. Und jene, die zu diesen Fragen Impulse liefern wollen. Die neuen Bewegungsgespräche im taz-Café: Offen, strittig, vierteljährlich.

Termine

30. August 2017: r2g und Stadtpolitik von unten
23. März 2017: Zwischen Lebensentwurf und blanker Not. Informelles Wohnen in Berlin
26. Mai 2016: Künstliche und gesteuerte Bürgerinitiativen?
21. Oktober 2015: Die Klimabewegung auf dem Weg nach Paris
3. Dezember 2014: Der organisierte Hass. Was tun gegen Antifeminismus?!
8. September 2014: Montagsmahnwachen: erste Anzeichen einer neuen Friedensbewegung?
4. Juni 2014: TTIP nach der Europawahl
27. Februar 2014: Widerstand 3.0. Netzbewegung im Gespräch
4. Dezember 2013: Die Flüchtlingsbewegung zwischen Residenzpflicht, Protestcamps und RechtspopulistInnen
11. September 2013: Spaltet die Endlagersuche die Umweltbewegung?
3. Juni 2013: Geld verdirbt den Charakter. Politischer Aktivismus in der Kostenfalle
28. Februar 2013: Die Krise der Krisenproteste

Kolloquium ‚Politik von unten‘

Das Kolloquium findet 14-tägig Montags von 17.30-19.00 Uhr am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU statt. Es soll ein Ort des regelmässigen Austauschs über laufende Forschungsprojekte sein. In dem Kolloquium werden Texte zu kollektivem politischem Handeln, politischer Mobilisierung, Protest, soziale Bewegungen und Revolutionen diskutiert. Ein Text wird im Vorfeld über eine separate Email-Liste verschickt und als gelesen vorausgesetzt.

Das Kolloquium ‚Politik von unten‘ geht zurück auf die Initiative von drei Doktorand_innen. Es fand zunächst in den Jahren 2011 und 2012 mit Unterstützung der Berlin Graduate School of Social Sciences, des Arbeitskreises soziale Bewegungen der DVPW und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung ebendort statt. Seit 2013 ist das Kolloquium Teil des Institutsbetriebes. Details zum Kolloquium und das aktuelle Programm finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises soziale Bewegungen.

Jahrestagung 2017: ‚Jenseits der „Lügenpresse“-Parolen – Soziale Bewegungen und die Zukunft der Medienkritik‘

Am 24. und 25. November 2017 organisiert das Institut für Protest- und Bewegungsforschung seine zweite Jahrestagung. Wie schon 2016 sollen in einem offenen Format unterschiedliche Perspektiven aus Medien, sozialen Bewegungen, Politik und Wissenschaft in Dialog gebracht werden. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem ambivalenten Verhältnis sozialer Bewegungen zu kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Medien.

Diesem öffentlichen Teil der Jahrestagung geht die Mitgliederversammlung des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung voran. Am zweiten Tag der Jahrestagung treffen sich die Arbeitskreise des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung mit selbstgesetzter Agenda.

Weitere Informationen gibt es auf der Tagungsseite.

Internationale Konferenz ‚Cross-Movement Mobilization‘

Wie kommen soziale Bewegungen zusammen? Wie gelingen gemeinsame Kämpfe? Wie gelingt es geographische, gesellschaftliche oder inhaltliche Unterschiede zu überbrücken? Während soziale Bewegungen in der Vergangenheit oft isoliert  untersucht wurden, rückt das Konzept der ‚cross-movement mobilization‘ vermehrt Interaktionen zwischen sozialen Bewegungen und anderen Akteuren in den Fokus.

Gemeinsam mit dem Institut für soziale Bewegungen (Bochum) und dem ISA  Research Committee on Social Classes and Social Movements (RC47) organisierten wir eine große internationale Tagung zum ‚Thema Cross-Movement Mobilization‘ vom 05. – 07. April 2017 an der Ruhr-Universität Bochum. Zahlreiche der 19 Panels wurden von unseren Arbeitskreisen organisiert.

Weitere Informationen gibt es auf der Tagungsseite.

Jahrestagung 2016: ‚Rechtspopulismus als Bewegung? Wissenschaftliche Perspektiven in der Diskussion‘

Am 25. und 26. November 2016 organisierte das Institut für Protest- und Bewegungsforschung erstmals eine Jahrestagung. Die Jahrestagungen bestehen aus einer öffentlichen Veranstaltung am ersten Tag und einem Treffen der Arbeitskreise des Instituts am zweiten Tag. Der öffentliche Teil ist auf einen Dialog zwischen Sozialwissenschaftler_innen und Expert_innen aus verschiedenen Praxisfeldern (Medien, Parlamente, Verwaltung und Zivilgesellschaft) angelegt.

2016 lag der Fokus auf der seit 2015 erstarkten Bewegung von rechts. Wir diskutierten, wie man die neue Mobilisierungswelle auf den Begriff bringt, wie sich die rechtspopulistische Bewegung von öffentlicher Aufmerksamkeit ernährt und welche Rolle dabei Gewalt spielt.

Weitere Informationen und Tagungsberichte finden sich auf der Tagungsseite.

Vernetzungstagung ‚Bridging and Bonding‘

Mit der Vernetzungstagung „Bridging and Bonding. Die Forschung zu Protest, Bewegung und Widerstand vernetzen“ enstanden am 11. und 12. September 2015 thematisch fokussierte Arbeitskreise, die interessierte Forscher_innen mit ähnlichen Interessen zusammenbringen. Das Modell für diese Vernetzungsstruktur ist der AK Afrika, der sich seit der Auftaktkonferenz regelmässig trifft und gemeinsame Workshops und Publikationen auf den Weg gebracht hat. Die Tagung sollte so einen Rahmen schaffen, in dem die Vernetzung innerhalb der deutschsprachigen Forschung gestärkt wird.

Weitere Informationen finden sich auf der Tagungsseite.

Konferenz ‚Technik und Protest‘

Auf der Konferenz am 22. und 23. September 2014 sollte das Verhältnis von Technik und Protest und sozialen Bewegungen und dessen Reflexion in der aktuellen Technikdebatte und Innovationsforschung in den Blick genommen werden. Dabei wurden unterschiedliche Technologien betrachtet: Wie können unter diesen Umständen für weitreichende technologie- und innovationspolitische Entscheidungen künftig zivilgesellschaftliche Akteure mobilisiert werden, um die Effektivität wie Legitimität solcher Entscheidungen zu steigern? Wie wirkungsvoll ist derzeit die breite Beteiligung und ist die Anerkennung von Protesten nur symbolischer bzw. rhetorischer Natur? Welche Folgen für die Technikentwicklung haben die Interventionen zivilgesellschaftlicher Berater und Kritiker? Inwiefern geraten Bewegungen selbst in den Fokus der (Überwachungs-)Technik?

Das Programm der Konferenz und mehr Details zur Tagung finden sich auf der Konferenzseite.

Die Auftaktkonferenz ‚Viel Bewegung – wenig Forschung?‘

Auf einer Konferenz am 19. und 20. Juni 2013 im Wissenschaftszentrum Berlin lud das entstehende Institut zu einer Diskussion zur Standortbestimmung der Forschung zu Protesten und sozialen Bewegungen ein.

Am ersten Tag der Konferenz lag der Schwerpunkt auf dem Dialog zwischen Forscher_innen und anderen Menschen, die mit Protesten zu tun haben – als Organisator_innen, Politiker_innen, Journalist_innen, politische Bildner_innen, Kulturschaffende, u.a.m. Der zweite Konferenztag brachte Forscher_innengruppen und wissenschaftliche Institutionen zusammen, in denen Politik von unten ein zentrales Thema ist. Gemeinsam diskutierten sie gegenwärtige Herausforderungen der Bewegungsforschung.

Details zur Konferenz und ein ausführliches Programm finden sich auf der Konferenzseite.

 
 
 
 
  • Zum Beispiel wurde jetzt bei den Protesten gegen G20 gesagt, diese Eskalation der Gewalt sei einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik. Da sage ich: Nun mal langsam. Wir hatten massive Ausschreitungen am 1. Mai in Berlin, wir hatten die ausländerfeindlichen Attacken in Rostock-Lichtenhagen, wir hatten den Terrorismus der 70er und 80er Jahre, wir hatten gewaltsame Konflikte in Brokdorf und anderswo. Ganz zu schweigen vom Ausmaß der Gewalt in anderen Ländern.

    die tageszeitung, 16.9.2017: „Ich lege auch die wunden Punkte einer Bewegung offen“

    Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorsitzender des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung
     
 

Anstehende Termine

  1. Politik von unten: Weltgesellschaft und Globalisierung sozialer Bewegungen

    30. Oktober, 18:00 - 19:30
  2. Politik von unten: Digitale Protestakteure

    13. November, 18:00 - 19:30
  3. ipb-Jahrestagung

    24. November, 10:00 - 25. November, 17:00