Ressourcen

Auf dieser Seite haben wir Ressourcen für die Protestforschung zusammengestellt – als Orientierungpunkte für Forschung, Vernetzung und Austausch im Feld.

Inhalt

  • Forschungseinrichtungen
  • Sektionen und wissenschaftliche Arbeitskreise
  • Mailinglisten
  • Kolloquien
  • Zeitschriften
  • Archive
  • Protestdaten
  • Kongresse

Forschungseinrichtungen

Institut für Protest- und Bewegungsforschung 

Das Institut wurde vom Verein für Protest- und Bewegungsforschung gegründet, um der Forschung in dem Themenfeld einen Ort zu geben. Zu den Aktivitäten zählen u.a. Demonstrationsbefragungen und Analysen aktueller Konflikte. Als Mitglieder dieses Netzwerkinstituts mit Geschäftsstelle in Berlin sind alle willkommen, die zu Protesten, Bewegungen und widerständigen Praxen arbeiten. Allen anderen steht die Fördermitgliedschaft offen. Thematische Arbeitskreise bündeln Mitglieder und Interessierte mit gemeinsamen Interessen. Die Aktivitäten (u.a. eine Working-Paper-Reihe und Kongresse/Workshops) sind neben der Seite protestinstitut.eu auch auf Facebook zu finden.

Institut für soziale Bewegungen (ISB)

Das ISB ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Ruhr-Universität Bochum, hervorgegangen aus dem vormaligen „Institut zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung“ (IGA), gegründet 1980. Im Kern der Institutsaufgaben stehen Forschung und Lehre über soziale Bewegungen. Mit besonderer Berücksichtigung der Ruhrgebietsgeschichte werden Geschichte und Gegenwart sozialer Bewegungen vergleichend untersucht. Teil des ISB ist eine umfangreiche Bibliothek.

Göttinger Institut für Demokratieforschung

Die Göttinger Parteienforschung hat sich seit 2010 zum neuen „Institut für Demokratieforschung“ erweitert, mit dem Ziel, sozialwissenschaftliche Erkenntnis in die breite Öffentlichkeit zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Politikverdrossenheit anhand der Beleuchtung gesellschaftlicher Tendenzen wie sinkender Wahlbeteiligung, dem allgemeinem Desinteresse an politischen Vorgängen und dem fehlenden Verständnis für demokratische Abläufe. Der Transfer zwischen Forschung und Praxis ist das erklärte Ziel. In den vergangenen Jahren gab es viele Projekte zu aktuellen Protesten, u.a. Demonstrierendenbefragungen.

Weitere Forschungsschwerpunkte

Neben den genannten Einrichtungen gibt es noch lokal „verstreute“ Forschung in Einzelprojekten, aber auch gewisse Cluster, aus denen immer wieder Projekte hervorgehen:

International

Auch Politische Stiftungen beschäftigen sich gesellschaftskritisch mit sozialen Bewegungen und Protesten und initiieren bzw. unterstützen teilweise Forschungsprojekte zum Thema. Zu erwähnen sind die Rosa-Luxemburg-Stiftung (insbesondere die Transformationsforschung am Institut für Gesellschaftsanalyse ), die Heinrich-Böll-Stiftung, die Hans-Böckler-Stiftung sowie die Otto-Brenner-Stiftung.

Sektionen und wissenschaftliche Arbeitskreise

AK Soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)

Im Arbeitskreis Soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft sind Politik- und Sozialwissenschaftler_innen organisiert, die soziale Bewegungen, politische Partizipation und kollektive Aktion mit unterschiedlichen Methoden und theoretischen Ansätzen analysieren. Gegenstand der Untersuchungen sind neben links-libertären neuen sozialen Bewegungen unter anderem auch rechtsradikale Bewegungen sowie die Bürgerrechtsbewegungen der ehemaligen sozialistischen Staaten. Zentrales Ziel des Arbeitskreises ist neben Informations- und Erfahrungsaustausch die Vernetzung von Menschen, die zu Protest und sozialen Bewegungen forschen.

AK Soziale Bewegungen in Afrika

Der Arbeitskreis wurde im Frühjahr 2013 gegründet und ist ein Netzwerk von Sozialwissenschaftler_innen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit sozialen Bewegungen, politischem Protest, Widerstand, contentious politics usw. in Afrika südlich der Sahara beschäftigen. Initiativen aus dem Zusammenhang des AK waren bisher u.a. ein Heftschwerpunkt des Forschungsjournals Soziale Bewegungen, Panels in unterschiedlichen Tagungen (Tagung „Technik und Protest“, VAD, ECAS 6), weitere Veranstaltungen (Fachgespräche u.a.) sowie ein Sammelband (erscheint im November 2015).

Weitere

International

Eine weitere Möglichkeit zur Vernetzung ist aus der inzwischen abgeschlossenen Konferenzreihe “European Protest Movements since the Cold War” hervorgegangen. Die Reihe hat sich vor allem um den interdisziplinären und internationalen Austausch von jüngeren Bewegungsforscher_innen verdient gemacht. Die Plattform des virtuellen International Center for Protest Research bietet die Möglichkeit, sich diesem Netzwerk zu assoziieren. Aus diesem Zusammenhang ist auch eine Facebook-Seite entstanden.

Mailinglisten

Kolloquien

Politik von Unten Seit Beginn des Jahres 2011 organisiert der Arbeitskreis Soziale Bewegungen der DVPW, derzeit zusammen mit dem Institut für Protest- und Bewegungsforschung und dem Forschungsbereich „Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte“ (ZTG, TU Berlin) das Kolloquium “Politik von unten”. In dem Kolloquium werden Forschungsprojekte und Texte zu kollektivem politischem Handeln diskutiert. In der Regel werden über eine Mailingliste Texte verschickt und dann gemeinsam diskutiert; gelegentlich kommen auch andere Formate vor, bspw. Diskussionen zu aktuellen Herausforderungen. Es gibt zwei Runden pro Jahr, jeweils 14-tägig montags um 17:30 Uhr. Alle Forschenden sind herzlich eingeladen, ihre Arbeiten dort zur Diskussion zustellen.

Kolloquium des Göttinger Instituts für Demokratieforschung Im Kolloquium des Instituts für Demokratieforschung können Absolvent_innen ihre Forschungsvorhaben und Entwürfe aber auch Ergebnisse ihrer Abschlussarbeiten vorstellen und mit den Mitgliedern des Instituts, Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen und weiteren Gästen diskutieren. Historische oder soziologische Arbeiten haben hier ebenso ihren Platz wie klassische Arbeiten zur Parteien- oder Biographieforschung.

Forschungskolloqium Sozialstrukturen und Soziale Bewegungen des ISB, Universität Bochum. Führende Historiker_innen aus dem In- und Ausland stellen ihre Forschungen zu Themen aus der Sozialgeschichte und der Geschichte sozialer Bewegungen vor und bieten Einblick in die gegenwärtige Forschungslandschaft zu diesem Thema. Zugleich besteht die Gelegenheit für Teilnehmer_innen, in Diskussionen und Referaten die Geschichte der sozialen Bewegungen mit Schwerpunkt Deutschland/Europa näher kennenzulernen. Das Kolloquium ist auch offen für bis zu zehn fortgeschrittene Studierende; Mitarbeit nach Absprache mit der Leitung.

Zeitschriften

Deutsch(sprachig)e Journals

die wichtigsten Internationalen Journals

Archive

Den besten Überblick und Einstieg bietet das Verzeichnis Freier Archive mit den Beständen einer Vielzahl von freien und Bewegungsarchiven, wie dem Archiv der sozialen Bewegungen Bremen und dem Freiburger Archiv Soziale Bewegungen. Die Archive sind auch untereinander vernetzt und treffen sich zum regelmäßigen Austausch.

Protestdaten

Kongresse

Zu Protestforschungsthemen gibt es regelmäßig Panels und Sessions auf folgenden Kongressen (insbesondere auf den Kongressen von Fachgesellschaften mit eigenen Sektionen oder Research Committees zum Thema „Soziale Bewegungen“):


Diese Informationen wurden zusammengetragen von den Besuchern der Tagung „Bridging and Bonding – die Forschung zu Protest- und sozialen Bewegungen vernetzen“ (Berlin, 11./12.9.2015) und aufgeschrieben, ergänzt sowie nachrecherchiert von Claudia Schütz (Innsbruck, claudia.schuetz“at“uibk.ac.at) und Peter Ullrich (Berlin, ullrich“at“ztg.tu-berlin.de), die sich über Ergänzungen und sonstige Hinweise freuen!