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Über den AK

Der AK Medien widmet sich der Nutzung von Medien durch Protestakteure und der medialen Einbettung von Protesten und anderen Formen des Widerstands. Dabei legen wir einen breiten Medienbegriff zugrunde. Die Produktion widerständiger Bilder und Symbole fällt genauso in den Bereich des AKs wie die Mobilisierung über soziale Netzwerke oder die Darstellung von Protesten in Zeitungskommentaren. Aus verschiedenen disziplinären Perspektiven interessieren wir uns für Medienpraxen und -strategien, die Konzepte politische Öffentlichkeit und Mediatisierung, aber auch klassische Konzepte der Bewegungsforschung wie Framing, discursive opportunities, oder selection/description bias.

Als Format für gemeinsame Treffen sind grundsätzlich verschiedene Andockmöglichkeiten möglich: im Kontext einer Fachversammlung (z.B. der Deutschen Gesellschaft für Soziologie oder der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft), bei Versammlungen freier Radios (z.B. Linke Medienakademie), bei der re:publica und bei den Jahrestagungen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung.

Der AK Medien ist offen für Interessierte. Wer sich dem AK anschliessen möchte, wendet sich an die Moderatoren oder trägt sich direkt in die Email-Liste ein.

Team

Moderatoren: Prof. Dr. Armin Scholl (scholl(at)uni-muenster.de) und Dr. Simon Teune (teune(at)ztg.tu-berlin.de)

Bisherige Aktivitäten

November 2017
Der AK organisiert die ipb-Jahrestagung “Jenseits der ‘Lügenpresse’-Parolen. Soziale Bewegungen und die Zukunft der Medienkritik“. Im gemeinsamen Programm am ersten Tag sowie im Programm des Arbeitskreises am zweiten Tag geht es um Medienkritik und Alternativmedien aus sozialen Bewegungen. Dabei blicken wir besonders auf die Hintergründe und Erfahrungen von alternativen Medienprojekten sowie auf die Herausforderung an eine progressive Medienkritik angesichts der weit verbreiteten Verschwörungsideologie von der “Lügenpresse”.

Mai 2016
Bei dem Workshop “Protest und Widerstand im Zeitalter digitaler Medienkonstellationen” in Frankfurt am Main, diskutierten die AK-Mitglieder die Bedeutung grundlegender Begriffe wie “Bewegung” und “Medium” vor dem Hintergrund sich wandelnder Bedingungen aus verschiedenen disziplinären Perspektiven. Der Workshop ist nicht nur eine Selbstverständnisdebatte des Arbeitskreises, sondern auch ein Austausch mit Medienaktivist_innen.

September 2015
Gründungstreffen bei der Tagung „Bridging and Bonding: Die Forschung zu Protest, Bewegung und Widerstand vernetzen“. Die Teilnehmenden diskutieren Medien und soziale Bewegungen aus verschiedenen Disziplinen: Soziologie, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft und Japanologie. Dementsprechend vielfältig waren die Themeninteressen, die als Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Interesse sein können. Man kann sie zu folgenden Fragebündeln zusammenfassen:

  1. Verhältnis von Mainstream-Medien und Bewegungsmedien
  2. Bedeutung von Online-Medien für soziale Bewegungen bzw. in sozialen Bewegungen (auch in transnationaler Perspektive)
  3. Vermittlung von Protestereignissen: Medialisierung/Mediatisierung, Visualisierung
  4. Grundlegende Begriffsarbeit zu sozialen Bewegungen, Medien, Alternativmedien
  5. Mediennutzung durch Aktivist_innen in Konflikten