Simon Teune im Deutschlandfunk

 

Proteste sind ein stetiges Element in der Demokratie […], aber ein Gr0ßteil der Proteste ist unsichtbar, weil er in der Medienberichterstattung nicht auftaucht. Was sich ändert ist die Frage, wofür gehen die Menschen auf die Straße? In den sechziger Jahren waren das vor allem soziale Themen auch beherrscht von den Gewerkschaften und der SPD – das ist heute viel weniger der Fall. Seit 68, seit sich der Protest verbürgerlicht hat, hat sich auch das Themenspektrum verschoben, da geht es sehr viel stärker um Menschenrechte, um Umwelt, um Gleichstellung, um Krieg und Frieden […] und nicht mehr die Brot- und Butter-Themen.

Deutschlandfunk, 21.9.2018: Mikrokosmos – Kampf um die Kohle

 
 
 
 
 
  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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