Moritz Sommer vom Institut für Protest-und Bewegungsforschung in Berlin berichtet unserer Redaktion, wie “Fridays for Future” die jetzigen Ausmaßen erreichen konnte und was die Proteste mit den Demonstranten selbst macht. Einen Nährboden habe es bereits vor dem ersten Streik gegeben. Der Streit um den Hambacher Forst habe junge Leute bewegt. Es brauchte nur noch einen Zünder: und das war Greta Thunberg. Die Demonstranten seien keine “Nein-Sager”, sie stellen sich nicht gegen etwas, sondern fordern die Einhaltung des bestehenden Versprechen – das Pariser Abkommen. Wichtig sei auch, dass die Bewegung ein Gesicht hat. Regelmäßige und stets präsente Aktionen seien aber ohne eine gute Organisation nicht möglich. Tatsächlich ist “Fridays for Future” längst mehr als ein Schülerstreik, es ist ein starkes Netzwerk mit effektiven Strukturen.

Neue Osnabrücker Zeitung, 10.06.2019: Warum “Fridays for Future” den Grünen auch schaden könnte