Bilder sind wichtig für Protestbewegungen, weil sie die meist nur schwer greifbaren Konflikte, Krisen und Themen, aber auch Ziele von Protestbewegungen sinnlich fassbar machen“, sagt Fahlenbrach. Ein Beispiel seien die Bilder der 68er-Bewegung oder der „Tank-Man“, der sich 1989 dem anrollenden Panzer auf dem Tian’anmen-Platz entgegengestellt hat. „Das waren Bilder, die ins kollektive Gedächtnis eingegangen sind und die ein öffentliches Bewusstsein geschaffen haben für politische und soziale Probleme.

Deutschlandfunk Kultur, 15.11.2019: Wenn Protestbilder viral gehen