Dieter Rucht in der Süddeutschen Zeitung

 

Einen zentralen Makel von “Aufstehen” sieht der Soziologe in der Gründung von oben: Ginge es wirklich um den Aufbau einer Bewegung, so stünde bereits an deren Vorbereitung und Anfangsstadium der Versuch, vorhandene Gruppen und Organisationen in einen offenen, basisdemokratischen und längeren Diskussionsprozess einzubinden, schreibt er. Stattdessen fehlten der Initiative offenbar Verbindungen zu bereits vorhandenen Bewegungen und Netzwerken. “Aufstehen” sei eher von professioneller PR statt Dialog geprägt. Den Initiatoren, so Rucht, scheint die Eigenlogik sozialer Bewegungen fremd zu sein. Die entstünden nicht per Deklamation.

Süddeutsche Zeitung, 28.11.2018: Woran es bei “Aufstehen” hakt

 
 
 
 
 
  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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