Das ipb working paper 4.2021 ist erschienen:

Diefenbach, Aletta, Philipp Knopp, Piotr Kocyba und Sebastian Sommer (Hrsg.): Rechte Proteste erforschen. Erfahrungen und Reflexionen aus der qualitativen und quantitativen Forschung, ipb working paper series, 4/2021. Berlin: ipb.

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Die Dresdner Pegida-Demonstrationen bildeten den Anfang eines weiterhin andauernden Zyklus autoritärer und rechter Protestmobilisierungen in der Bundesrepublik und darüber hinaus. Mit den Massenaufmärschen und den gewalttätigen Mobilisierungen gegen Geflüchtetenunterkünften rückte ein bis dahin eher vernachlässigtes Feld politischer Bewegtheit ruckartig in den Fokus der Protest- und Bewegungswissenschaft. Dabei hat sich schnell gezeigt, inwieweit viele etablierte Forschungsmethoden aufgrund der wissenschaftsfeindlichen Einstellungen auf den Protesten an ihre Grenzen stießen. Diese ‘hostile environments’, zu denen auch die autoritären Proteste gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zählen, stellen spezifische Herausforderungen an die methodischen Feldzugänge und die konkrete Forschungspraxis.

Unter dem Titel “Rechte Proteste erforschen” versammeln die Herausgeber:innen Aletta Diefenbach, Philipp Knopp, Piotr Kocyba und Sebastian Sommer im neu erschienen ipb working paper 4/2021 unterschiedliche Erfahrungen aus der qualitativen und quantitativen Forschung zu rechten Protestmobilisierungen. Dabei zeigen die Autor:innen in detaillierten Reflexionen konkrete Potentiale und Schwierigkeiten einzelner Ansätze auf. Neben der Darstellung von sozial- und kulturwissenschaftlichen Methoden versucht der Band eine Brücke zur Arbeit von Initiativen der politischen Bildung zu schlagen, um so unterschiedliche Blickwinkel auf den Phänomenbereich rechter Protestmobilisierungen produktiv miteinander ins Gespräch zu bringen.

Das Foto zeigt den ersten Jahrestag der Pegida-Demonstrationen im Oktober 2015. Das Copyright liegt bei Piotr Kocyba.

 

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