Projekttitel

Feministischer Aktivismus in Kleinstädten Ostdeutschlands und Polens

Beteiligte Institutionen

Europejskie Centrum Solidarności (ESC), Gdańsk | Projektwebseite

Finanzierung

Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung

Laufzeit

09/2020 bis 12/2022

Beteiligte Wissenschaftler*innen

Dr. Piotr Kocyba, Corinna Trogisch (deutsche Teilstudie), Grzegorz Piotrowski, Magdalena Muszel (polnische Teilstudie)

Zusammenfassung

Gemeinsam mit dem Danziger Europejskie Centrum Solidarności (ESC) realisiert das ipb das Projekt Feministischer Aktivismus in Kleinstädten. Im Förderzeitraum (09/2020 bis 12/2022) werden zwei Postdoc-Stipendien, Reisen zur Feldforschung und Workshops sowie mehrere Publikationen durch die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung mit insgesamt über 70.000 EUR finanziert.

Unsere Forschung stützt sich auf die Pilotstudie von Magdalena Muszel, die im Rahmen der feministischen Mobilisierung von 2018 erste Interviews mit polnischen Aktivistinnen des „Frauenstreiks“ in kleinen und peripheren Städten durchgeführt hat. Der innovative Charakter des Projekts liegt v.a. im Fokus auf den oft wenig berücksichtigten kleinstädtischen und peripheren Bewegungskontext. Ziel des gemeinsamen Vorhabens ist es, die empirischen Ergebnisse der Pilotstudie zu fundieren und systematisch auf den zeitgenössischen Wissensstand zu beziehen, mögliche transnationale Dynamiken zu erschließen und die gewonnenen Erkenntnisse in eine vergleichende Sicht zu überführen. Hierfür gehen wir explorativ vor und bedienen uns eines qualitativen methodischen Zugangs.

Ein im deutsch-polnischen Team gemeinsam entwickeltes Forschungsdesign soll sowohl hermeneutisches Verstehen wie auch die Rekonstruktion von Handlungsbedingungen ermöglichen. Wir gehen u.a. den folgenden Fragen nach:

  • Welches Selbstbild prägt – vor dem Hintergrund ihrer sozialen Erfahrungen, existierenden Handlungsräumen und Bewegungstraditionen – die Aktivistinnen in Kleinstädten?
  • Welche Unterschiede hinsichtlich der Tradierung von Bewegungsaktivität, lokalen Referenzen und ggf. der Zusammensetzung von Trägerinnen charakterisieren den zeitgenössischen Aktivismus?
  • Wie setzen sich feministische Aktivistinnen in Kleinstädten zu anderen aktuell prägenden sozialen Konflikten in Beziehung?

Befragt werden Aktivistinnen in peripheren Städten (abseits von Agglomerationen) von idealerweise bis zu 50.000 Einwohner:innen. Ein explizit ‚feministisches‘ Selbstverständnis ist kein Kriterium für den Einbezug ins Sample.

Methoden

Interviews