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Defund the Police: Implications for the German Context

Ausgehend von den Ereignissen um Black Lives Matter hat sich auch in Deutschland ein kritischer öffentlicher Diskurs über die Polizei entwickelt. Denn auch hierzulande wird der Polizei vorgeworfen, (institutionell) rassistisch zu agieren und auf dem rechten Auge blind zu sein. Kritisch werden auch Gesetzesentwicklungen aus den letzten Jahren betrachtet, die das Verhältnis von Bürger:innen und Polizei verschieben würden, da sie die Polizei gegenüber etwaigem  polizeilichen Fehlverhalten immunisierten und die Kategorie des Verdachts ausweiteten – wie etwa die Paragraphen zu Widerstand und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte oder verschiedene novellierte Landespolizeigesetze. Doch inwieweit sind Forderungen nach einem ‘defunding’ der Polizei im deutschen Kontext gerechtfertigt oder sinnvoll? Sind die Phänomene tatsächlich die Gleichen wie in den USA? Wie ist der polizeikritische Diskurs in Deutschland beschaffen und welche Forderungen schließen sich hierzulande an die Polizeikritik an?

Um uns diesem Thema zu widmen, diskutieren wir mit dem Politikwissenschaftler Alex Vitale (Professor für Soziologie, Brooklyn College), dessen Buch “The End of Policing” den polizeikritischen Diskurs in den USA und die sozialen Bewegungspraktiken inspiriert hat. Weiterhin diskutieren auf einem Podium die Juristin und Kriminologin Laila Abdul-Rahman (wiss. Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum), die Humangeographin Jenny Künkel (CNRS Bordeaux), der Sozialwissenschaftler Markus End (TU Berlin) und der Rechtswissenschaftler und Kriminologe Tobias Singelnstein (Professor an der Ruhr-Universität Bochum), mit denen wir gemeinsam Fragen der Polizeikritik in Deutschland und Forderungen, wie sie aus “The End of Policing” hervorgehen, für den deutschen Kontext beleuchten wollen.

Wir freuen uns sehr auf interessierte Zuhörer:innen und natürlich auch über eine rege Beteiligung bei der Diskussion!

Durch Simultanübersetzung kann die gesamte Veranstaltung auf Deutsch und auf Englisch verfolgt werden

Anmeldungen bitte bis zum 14.04.2021 an: ipb_police@tutanota.com

Zeitplan:
Teil I – The End of Policing
17-17.30 Uhr:  Vortrag von Alex Vitale
anschließend:  Q/A

Teil II – Podiumsdiskussion
18 -18.30 Uhr: Podium
ab 18.30 Uhr: Öffnung Podium zur Diskussion

spätestens 20 Uhr: Ende der Veranstaltung

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises “Soziale Bewegungen und Polizei” des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (ipb); unterstützt von der Rosa Luxemburg-Stiftung

Details

Datum:
16. April
Zeit:
17:00 - 20:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

AK Soziale Bewegungen und Polizei