Erste Ergebnisse der Befragung der “Fridays for Future”-Proteste

Erste Ergebnisse der Befragung der “Fridays for Future”-Proteste

 

Am 15. März 2019 gingen im Rahmen der “Fridays for Future”-Proteste weltweit Schüler*innen und Studierende für sofortige Maßnahmen gegen den Klimawandel auf die Strasse. Zusammen mit Protestforscher*innen aus Schweden, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Belgien, Polen, der Schweiz, Österreich und Italien befragten Kolleg*innen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung an diesem Tag Protestierende. Für die deutsche Teilstudie fanden die Befragungen in Berlin und Bremen statt.

Erste Ergebnisse, die am 26. März in einem Pressegespräch vorgestellt wurden, finden sich in der verlinkten Präsentation (pdf, 1 MB).

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Der Protest wird stark von Schüler*innen geprägt. Viele sind am 15. März das erste Mal auf der Straße
  • Der Großteil der Befragten kommt aus der Mittelschicht mit hohen formalen Bildungsabschlüssen. Etwa die Hälfte der Eltern der Befragten hat einen Hochschulabschluss.
  • Social Media haben bei der Mobilisierung zum Protest eine große Rolle gespielt, aber Freunde waren ein ebenso wichtiger Faktor
  • Greta Thunberg hat bei etwa zwei Fünfteln der Befragten das Interesse am Klimawandel deutlich verstärkt. Etwas weniger meinen, dass sie ihre Entscheidung zur Teilnahme beeinflusst hat.

Der Befragung liegen 339 Antworten auf einen Online-Fragebogen zugrunde. Am 15. März wurde eine Zufallsauswahl der Teilnehmenden zur Beteiligung an der Befragung eingeladen.

 

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5 Comments

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  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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