Engagement in der Energiewende – Studie erschienen

 
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Foto: Bürgerenergie Berlin

Wie können Menschen für die Energiewende begeistert werden? Vor kurzem ist die Studie “Prometheus – Menschen in sozialen Transformationen am Beispiel der Energiewende” erschienen, die von drei Forscher_innen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung erstellt wurde. Die Studie wurde von der 100 prozent erneuerbar stiftung in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine Metastudie, die Erkenntnisse aus anderen Studien zum Engagement generell sowie speziell zum Engagement im Bereich der Energiewende zusammenführt.

Die grundlegende These lautet, dass die Energiewende nur dann gelingen kann, wenn sie von der Mehrheit der Bevölkerung getragen und unterstützt wird. Zwar sind staatliche Eingriffe notwendig, um Aufklärung zu betreiben und politische Ziele oder finanzielle Anreize zu setzen. Doch bedarf die Energiewende der “Eigenverantwortung und Einbindung zivilgesellschaftlicher Gruppen und Einzelpersonen, die das vorhandene Wissen aufgreifen, ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse beisteuern, sich an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen beteiligen und zudem bereit sind, ihr Alltagsverhalten im Sinne einer ökologisch und sozial nachhaltigen Transformation auszurichten”.

Die Prometheus-Studie zeigt, dass eine ergebnisoffene und zielgruppenspezifische Beteiligung nötig ist, um der Energiewende zum Erfolg zu verhelfen. Dazu sind unterstützende Programme nötig, die Prozesse von sozialem und politischem Lernen fördern, diese über längere Zeiträume unterstützen und dabei positive Erlebnisse befördern. Diese positiven Erfahrungen – so das Fazit der Studie – können durch eine demokratisch und nachhaltig gestaltete Energiewende gefördert werden.

Download der Studie:
Heike Walk, Melanie Müller und Dieter Rucht: Prometheus – Menschen in sozialen Transformationen am Beispiel der Energiewende. Eine Studie im Auftrag der 100prozent erneuerbar Stiftung. Download als pdf-Datei

Die Studie wird am Donnerstag, den 18. Februar 2016 um 18.00 Uhr im Rahmen der Transition Talks in der thinkfarm Berlin vorgestellt (Oranienstr. 183, Oranienhof Aufgang C, 3.OG).

 

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  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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