Donatella della Porta beendet ihren Gastaufenthalt

 

Mit der Diskussion eines Kapitels aus ihrem in diesem Jahr erscheinenden Buch Clandestine Political Violence (bei Cambridge University Press) im Kolloquium Politik von unten ist der Gastaufenthalt von Donatella della Porta am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zu Ende gegangen. Sie war eingeladen, ihre Erfahrungen mit dem Aufbau des Center for Social Movement Studies (Cosmos) in die Gründungsphase des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung einzubringen. In der Vorbereitung der Auftaktkonferenz, in einem eintägigen Strategieratschlag und in zahlreichen Gesprächen hat Donatella den Aufbau des Instituts mit geprägt. Sie hat dessen internationale Ausrichtung stark gemacht und wird mit Cosmos eine wichtige Kooperationspartnerin bleiben. In einem Treffen am Rand der diesjährigen ecpr general conference in Bordeaux werden wir gemeinsam die Zusammenarbeit mit Kolleg_innen aus anderen Instituten in Europa vorantreiben.

Donatella della Porta ist Professorin für Soziologie am European University Institute in Florenz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind soziale Bewegungen, politische Gewalt, Terrorismus, Korruption, Polizei und die Politik öffentlicher Sicherheit. In ihrer Zeit am WZB arbeitete sie an dem durch ein Advanced Grant des European Research Council geförderten Projekt Mobilizing for Democracy über die zivilgesellschaftliche Beteiligung an Demokratisierungsprozessen in Europa, im Mittleren Osten, Asien und Lateinamerika. Die ersten Ergebnisse aus diesem Projekt erscheinen demnächst in Can Democracy be Saved? (Polity, 2013) und dem erwähnten Band Clandestine Political Violence.

Seit 2008 ist Donatella Mitherausgeberin der European Political Science Reviews. Sie erhielt 2011 den Mattei Dogan Preis für besondere Leistungen im Feld der politischen Soziologie. Von 2003 bis 2007 leitete sie das im sechsten Rahmenprogramm geförderte Projekt Democracy in Europe and the Mobilization of Society (Demos). Daraus gingen mehrere Bücher hervor: Meeting Democracy (Cambridge University Press, 2012), Social Movements and Europeanization (Oxford University Press, 2009), Another Europe (Routledge, 2009), Democracy in Social Movements (Palgrave, 2009) und The Global Justice Movement (Paradigm, 2007). Sie arbeitet auch zur extremen Rechten in Italien, Deutschland und in den USA (publiziert u.a. in Mobilizing on the Extreme Right, Oxford University Press, 2012).

 
 
 

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  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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