Das ipb in den Medien

Ein Teil der Protestierenden ist sicher so hoch motiviert, dass er sich kontinuierlich politisch engagiert. Wie viele das sind, ist für die Wehrhaftigkeit der Demokratie entscheidender als die Zahl der Demonstrierenden.


Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.2.2024: „Der Höhepunkt der Demowelle liegt wohl hinter uns“

Dieter Rucht (WZB)

Es war ein verbaler Protest, wenn auch durch sehr aggressive und persönlich beleidigende Parolen. Insofern denke ich nicht, dass sich der Kunst- und Kulturbetrieb leisten kann, so etwas von vornherein auszuschließen. Gerade solche Formen von Performance wie die im Hamburger Bahnhof wollen eine Plattform für Dialog bieten. Was bedacht werden muss, ist dass solche Interventionen gut moderiert werden müssen, so dass gleichzeitig der physische Schutz von Beteiligten gewährleistet ist.


rbb Kultur, 15.2.2024: Stören statt Dialog?

Lisa Bogerts

Es ist eigentlich ein Eingeständnis des Scheiterns, auch wenn es so nicht formuliert wird. Die ‚Letzte Generation‘ konnte so, wie sie das jetzt praktiziert hat, einfach nicht mehr weitermachen.


BR24, 13.2.204: Strategie gescheitert? „Letzte Generation“ will ins EU-Parlament

Dieter Rucht (WZB)

Ich glaube, wenn es um Straßenprotest geht, ist das die größte Massenbewegung in der Geschichte der Bundesrepublik. Man muss ein bisschen vorsichtig sein mit solchen Superlativen, aber ich glaube, diese Einschätzung kann man rechtfertigen.


rbb24, 6.2.2024: „Wenn es um Straßenprotest geht, die größte Massenbewegung der Bundesrepublik“

Dieter Rucht (WZB)

Bei den Aktionen gelingt es, die Kritik an überdimensionierten Autos in die Berichterstattung zu schleusen. Weil nur eine bestimmte Autoklasse betroffen ist, geht es auch eher um die Emissionen, die Unfallgefahr für Kinder und den Platzverbrauch von SUV.


Spiegel Online, 5.2.2024: Nachts, wenn der Reifenplätter kommt

Simon Teune (FU Berlin)

Mit ihrem Zeichen gegen rechts hätten sie einen „gewissen Narrativ-Wechsel“ erzeugt, indem nun nicht ständig über Inhalte der AfD gesprochen werde, „sondern dass man über Rechtsextremismus in der AfD spricht“, sagte Sydiq.


dpa, 5.2.2024: Demos gegen Rechtsextremismus könnten politische Bewegung werden

Tareq Sydiq (Uni Marburg)

Wir sehen hier die Entfaltung einer neuen Mobilisierungswelle. Das Ganze kommt nicht aus dem Nichts. Dieses Netzwerk hat Vorläufer. Es gibt sehr viele Bündnisse gegen rechts in Deutschland, antirassistische, Antidiskriminierungsbündnisse.


Frankfurter Rundschau, 4.2.2024: „Es ist ein neuer Drive da“

Sabrina Zajak (DeZIM)

Es geht im Protest vor Ort auch darum, sich in eine Debatte einzubringen, indem man öffentlichen Raum einnimmt und mitgestaltet, insbesondere in Orten mit großer rechter Wählerschaft. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch, dass Proteste vor Ort anders auf die Teilnehmenden wirken. Sie ermöglichen das Erleben einer temporären Gemeinschaft.


Neue Westfälische, 30.1.2024: Bielefelder Forscherin erklärt die Kraft von Demonstrationen

Priska Daphi (Uni Bielefeld)

Eine der eindrücklichsten Auswirkungen wird sein, dass sich hier viele Menschen ermutigt fühlen von diesen Protesten, ihre demokratischen Grundwerte und eine weltoffene Gesellschaft zu verteidigen.


ARD Titel, Thesen, Temperamente, 28.1.2024: Hält die Brandmauer?

Priska Daphi (Uni Bielefeld)

Die AfD zeigt sich hoch verunsichert durch diese Demonstrationen. Die extreme Rechte ist regelrecht in Panik. Es wird versucht, diese Demonstrationen als Fälschungen und als Inszenierungen in Frage zu stellen.


ARD Tagesschau, 28.1.2024: „Die AfD zeigt sich hoch verunsichert“

Matthias Quent (HS Magdeburg Stendal)