Der 'Tank Man' wurde zur Symbolfigur der chinesischen Demokratiebewegung. Das Video, in dem er am Tiananmen allein eine Panzerkolonne stoppte, ging um die Welt (Foto: Deborah Kelly).

 
 

Bewegungsgespräch: die Klimabewegung auf dem Weg nach Paris

 
Foto: Pato Chavez (cc by-nc 2.0)

Aktion „Ende Gelände“ gegen Braunkohletagebau in Garzweiler, Foto: Pato Chavez (cc by-nc 2.0) via Flickr

Ort: taz-Café, Rudi-Dutschke-Strasse 23, Berlin-Kreuzberg
Zeit: Mittwoch, 21. Oktober 2015, 19.00 Uhr

Der Guardian und die UNO sprechen von 2015 als dem wichtigsten Jahr für die nachhaltige Entwicklung seit vielen Jahrzehnten. Ende September wurden die Sustainable Development Goals beschlossen, im Dezember steht die Klimakonferenz in Paris an, bei der sich zum ersten Mal alle Länder zum globalen Klimaschutz verpflichten könnten. Doch nach vielen gescheiterten UNKonferenzen – am deutlichsten in Kopenhagen in 2009 – ist auch der Zynismus groß. Ist Paris wirklich so wichtig für die Zukunft der Menschheit? Muss Kapitalismus nicht grundsätzlich hinterfragt werden, damit es Hoffnung für das Klima gibt, wie es Naomi Klein in ihrem neuen und viel beachteten Buch „Die Entscheidung – Klima vs. Kapitalismus” fordert? Gibt es überhaupt eine internationale Klimabewegung? Oder sind die Umweltverbände viel zu entpolitisiert, wie Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung im Forschungsjournal Soziale Bewegungen argumentiert? Haben die Enttäuschungen mit den internationalen Verhandlungen vielleicht zu neuen Strategien und Konzepten geführt – Stichwort Kohleausstiegsgesetz -, die weniger sichtbar, aber Erfolg versprechender sind? Im Bewegungsgespräch wollen wir einige Wochen vor der Klimakonferenz in Paris den Zustand der Klimabewegung in Deutschland und weltweit analysieren und kritisch hinterfragen. Es diskutieren

  • Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
  • Martin Weis, Pressesprecherin Ende Gelände (für Mona Bricke)
  • Daniel Mittler, Politischer Direktor von Greenpeace International
  • Bernhard Pötter, taz

Moderation: Melanie Müller, Institut für Protest- und Bewegungsforschung und Forschungsjournal Soziale Bewegungen

Texte von Barbara Unmüßig und von Daniel Mittler zur Vorbereitung auf das Gespräch sind auf der Webseite des Forschungsjournals Soziale Bewegungen zu finden.

 

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  • Zum Beispiel wurde jetzt bei den Protesten gegen G20 gesagt, diese Eskalation der Gewalt sei einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik. Da sage ich: Nun mal langsam. Wir hatten massive Ausschreitungen am 1. Mai in Berlin, wir hatten die ausländerfeindlichen Attacken in Rostock-Lichtenhagen, wir hatten den Terrorismus der 70er und 80er Jahre, wir hatten gewaltsame Konflikte in Brokdorf und anderswo. Ganz zu schweigen vom Ausmaß der Gewalt in anderen Ländern.

    die tageszeitung, 16.9.2017: „Ich lege auch die wunden Punkte einer Bewegung offen“

    Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorsitzender des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung
     
 

Anstehende Termine

  1. Politik von unten: Weltgesellschaft und Globalisierung sozialer Bewegungen

    30. Oktober, 18:00 - 19:30
  2. Politik von unten: Digitale Protestakteure

    13. November, 18:00 - 19:30
  3. ipb-Jahrestagung

    24. November, 10:00 - 25. November, 17:00