Vernetzungstagung – Bridging and Bonding

Die Forschung zu Protest, Bewegung und Widerstand vernetzen

Tagung am 11. und 12. September 2015 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) – Adresse und Anfahrt

Organisiert vom Verein für Protest- und Bewegungsforschung in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und dem Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin

Download: Tagungsprogramm als pdf-Datei

Proteste und andere widerständige Praxen sind weit verbreitet, die Forschung ist es nicht. Wer sich in der deutschsprachigen Sozialwissenschaft mit kollektiven Selbstorganisierungsprozessen in gesellschaftlichen Konflikten beschäftigt, arbeitet allzu häufig vereinzelt. Wir wollen das ändern, indem wir dauerhafte Arbeitszusammenhänge schaffen, in denen sich Kolleginnen und Kollegen mit ähnlichen Interessen austauschen und gemeinsame Aktivitäten entwickeln können.

Um solche Knotenpunkte in der deutschsprachigen Forschungslandschaft zu schaffen, organisieren wir die Tagung „Bridging and Bonding. Die Forschung zu Protest, Bewegung und Widerstand vernetzen“ am 11. und 12. September 2015 am WZB. Die Tagung soll ein Auftakt zur Gründung von thematischen Arbeitskreisen sein und zugleich die Gelegenheit bieten, sich über die thematischen Interessen hinweg zu vernetzen und auszutauschen.

Nach dem jetzigen Planungsstand werden sich auf der Tagung Arbeitskreise zu den folgenden Themen bilden bzw. treffen (weitere Themen sind möglich):

  • Soziale Bewegungen in Afrika
  • Arbeit und Wirtschaft
  • Bewegungen und Institutionen
  • Geschlechterbewegungen
  • Medien
  • Poststrukturalistische Perspektiven
  • Stadt/Raum | CfP des AK Stadt/Raum als pdf-Datei
  • Riots
  • Technik
  • Theorien sozialer Bewegungen
  • Klima/Umwelt

Die Arbeitskreise werden auf einer separaten Seite vorgestellt.

Die Idee zu dieser Tagung entstand aus den bisherigen Erfahrungen im Bemühen zur Etablierung eines Instituts für Protest- und Bewegungsforschung. Für sich genommen waren unsere Konferenzen „Viel Bewegung – wenig Forschung?“ (Juni 2013) und „Technik und Protest“ (September 2014) gelungene Veranstaltungen. Sie wirkten aber nicht über den Tag hinaus, da sie jenseits der Berliner Kerngruppe keine Dynamik entfalten konnten. Dauerhaft wirkte dagegen das Engagement im Arbeitskreis Afrika, der sich auf Initiative von Melanie Müller und Bettina Engels auf der Auftaktkonferenz gründete. Seitdem trifft sich der AK regelmäßig zu Workshops und entwickelte gemeinsame Publikationsprojekte.

Die Tagung soll das transdisziplinäre Netzwerk von Protest- und Bewegungsforscher_innen enger spinnen und Kolleg_innen in angrenzenden Bereichen konkrete Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit bieten. Dabei wollen wir auch beraten, welche Rolle die eher informellen Arbeitskreise auf dem Weg zur Verstetigung und Institutionalisierung der Bewegungsforschung im deutschsprachigen Raum leisten können.

Zeitplan

Freitag, 11. September 2015

09.15-09.30 Uhr Eintreffen
09.30-09.45 Uhr Vorstellung des Ablaufs
09.45-10.15 Uhr Einstieg
10.15-11.00 Uhr Vorstellung der geplanten AKs
11.00-11.45 Uhr AK-Schnupperphase (1. Hälfte der AKs)
12.00-12.45 Uhr AK-Schnupperphase (2. Hälfte der AKs)
12.45-14.00 Uhr Mittagspause
14.00-15.30 Uhr AK-Phase (alle AKs)
15.30-15.45 Uhr Kaffeepause
15.45-17.15 Uhr AK-Phase (alle AKs)
17.30-18.30 Uhr Rückmeldung im Plenum

Samstag, 12. September 2015

09.30-11.00 Uhr World Café zu Querschnittsthemen
11.00-11.15 Uhr Pause
11.15-12.15 Uhr abschliessende AK-Phase (alle AKs)
12.15-12.30 Uhr Pause
12.30-13.30 Uhr Abschlussplenum: Austausch zur Verstetigung des Netzwerks


Anmeldung

Weil die Kapazitätsgrenze unserer Räume bereits erreicht sind, können wir zurzeit niemanden mehr in die Liste der Teilnehmenden aufnehmen. Erst bei Absagen können wir weiteren Interessent_innen eine Teilnahme anbieten. Wer daran Interesse hat, kann die Anmeldemaske weiter nutzen.

Kontakt für Rückfragen und Anmeldungen
Simon Teune (teune(at)ztg.tu-berlin.de)


Die Tagung wird finanziell unterstützt vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung