Der 'Tank Man' wurde zur Symbolfigur der chinesischen Demokratiebewegung. Das Video, in dem er am Tiananmen allein eine Panzerkolonne stoppte, ging um die Welt (Foto: Deborah Kelly).

 
 

Dr. Piotr Kocyba

 

Mitglied des Vorstandes und Kassenwart

Ausführliche Informationen auf der Webseite der Technischen Universität Chemnitz

Stationen

12/2012 Promotion zum Dr. phil. an der Technische Universität Dresden (Thema: Sprachenkampf, Sprachkontakt und Sprachstatus: Eine soziolinguistische Analyse polnischer Diskurse über das Idiom der Oberschlesier)

seit 11/2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas (TU Chemnitz)

11/2008 – 01/2009 Stipendium des Deutschen Historischen Instituts Warschau

09/2006 – 10/2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Kultur- und Länderstudien Polens (TU Dresden)

09/2006 – 10/2008 Promovend in der Nachwuchsforschergruppe „Konzeptualisierung und Status kleiner Kulturen“ (gefördert durch die Volkswagen Stiftung);

2006 Universität Regensburg Magister Artium in Polnischer Philologie und Politikwissenschaft

Forschungsprojekte

  • Demonstrationsbefragungen (u.a. zu ‚Pegida‘-Protesten)
  • Ziel3-Projekt Grenzraum 2.0.
  • Soziale Kohäsion: eine vergleichende Studie zur Lage in der polnisch-deutschen und polnisch-ukrainischen Grenzregion
  • Nationale Minderheiten in Ost und West: Historische Determinanten, europäischer Kontext und Zukunftsvisionen

Forschungsschwerpunkte

  • Protestforschung
  • Soziolinguistik
  • Sprachkontaktforschung
  • Grenzüberschreitende Kooperation
  • Migration
  • Ostmitteleuropa

Mitgliedschaften

  • Verein für Protest- und Bewegungsforschung (Mitglied des Vorstandes, Kassenwart)
  • Fachkommission Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Johann Gottfried Herder-Forschungsrats

Ausgewählte Publikationen

Kocyba, Piotr (2016): Über die ‚Veredelung des empirisch vorfindbaren Rassismus‘. Anmerkungen zu aktuellen Dresdner Studien über ‚Pegida‘. In: Klose, Joachim und Schmitz, Walter (Hg.): Freiheit, Angst und Provokation. Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der postdiktatorischen Gesellschaft. Dresden 2016. S. 187-237.

Kocyba, Piotr (2016): Wieso PEGIDA keine Bewegung harmloser, besorgter Bürger ist. In: Rehberg, Karl-Siegbert; Kunz, Franziska und Schlinzig, Tino (Hg.): PEGIDA – Rechtspopulismus zwischen Fremdenangst und ‚Wende‘-Enttäuschung? Analysen im Überblick. Bielefeld. S. 147-163.

Kocyba, Piotr und Riedel, Rafał 2015. Die polnischen Parteien und die Bewegung für die Autonomie Schlesiens (RAŚ). In: Polen-Analysen Nr. 160. Online.

Daphi, Priska; Kocyba, Piotr; Neuber, Michael; Roose, Jochen; Rucht, Dieter; Scholl, Franziska; Sommer, Moritz; Stuppert, Wolfgang und Zajak, Sabrina (2015). Protestforschung am Limit. Eine soziologische Annäherung an Pegida. IPB-Discussion Paper.

Kocyba, Piotr (2012): Die »Bewegung für die Autonomie Schlesiens« und ihre Transformationskritik Anfang der 1990er Jahre. In: Bingen, Dieter; Jarosz, Maria und Loew, Peter Oliver (Hg.): Legitimation und Protest. Gesellschaftliche Unruhe in Polen, Ostdeutschland und anderen Transformationsländern nach 1989. Wiesbaden. S. 96-114

Kocyba, Piotr (2011): Oberschlesische Identitäten: Zwischen homogenen Sprach- und interferenten Sprechformen. In: Tschernokoschewa, Elka und Keller, Ines (Hg.): Dialogische Begegnungen. Minderheiten-Mehrheiten aus hybridologischer Sicht. Münster u.a. S. 251-272

Kocyba, Piotr (2009): Aspekte der Konstruktion kollektiver Identität in Oberschlesien. In: Prunitsch, Christian (Hg.): Konzeptualisierung und Status kleiner Kulturen. Dresden 2009. S. 235-254

 
 
 
 
  • Zum Beispiel wurde jetzt bei den Protesten gegen G20 gesagt, diese Eskalation der Gewalt sei einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik. Da sage ich: Nun mal langsam. Wir hatten massive Ausschreitungen am 1. Mai in Berlin, wir hatten die ausländerfeindlichen Attacken in Rostock-Lichtenhagen, wir hatten den Terrorismus der 70er und 80er Jahre, wir hatten gewaltsame Konflikte in Brokdorf und anderswo. Ganz zu schweigen vom Ausmaß der Gewalt in anderen Ländern.

    die tageszeitung, 16.9.2017: „Ich lege auch die wunden Punkte einer Bewegung offen“

    Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorsitzender des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung
     
 

Anstehende Termine

  1. Politik von unten: Weltgesellschaft und Globalisierung sozialer Bewegungen

    30. Oktober, 18:00 - 19:30
  2. Politik von unten: Digitale Protestakteure

    13. November, 18:00 - 19:30
  3. ipb-Jahrestagung

    24. November, 10:00 - 25. November, 17:00