Dieter Rucht (WZB) und Simon Teune (FU Berlin)

„Diese rechten Treffen finden sicher öfter statt und haben bisher weniger Aufmerksamkeit erregt“, erklärt Rucht. „Aber der Anlass hat eine Besorgnis befeuert, die bereits in den letzten Jahren gewachsen ist. Viele Leute standen der politischen Entwicklung hilflos gegenüber – das überträgt sich jetzt auf die Straße.“

„Oft braucht es einen Anlass, damit Leute ihr Bedürfnis nach Widerspruch, das sie schon länger in sich tragen, wirklich zum Ausdruck bringen“, erklärt Teune. „Es braucht erst eine Gelegenheit und auch das Gefühl, mit dem Widerspruch einen Unterschied machen zu können – und das kommt bei den aktuellen Protesten gerade zusammen.“


Redaktionsnetzwerk Deutschland, 17.1.2024: Neue Mobilisierung gegen Rechts: Was können die Proteste bewirken?