Dieter Rucht auf heute.de

 

Die Protest-Bewegungen in Frankreich und Ungarn richten sich gegen soziale Ungerechtigkeit. In beiden Fällen war ein sozialpolitisches Thema der Auslöser. Es handelt sich aber um sehr national ausgeprägte Proteste, momentan sehe ich keinen übergreifenden europäischen Protest, weil vieles noch in die Zuständigkeit der Nationalstaaten fällt und deren jeweilige Regierung der primäre und auch namentlich bekannte Adressat ist. Zudem sind grenzüberschreitende Proteste aufgrund unterschiedlicher Sprachen und Protestkulturen schwerer organisierbar.

heute.de, 16.12.2018: “Unmut-Pegel” in Europa steigt.

 
 
 
 
 
  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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