Proteste akademischer Prekärer – Ansätze und Hindernisse

 

soziologieEs steht schlecht um die Beschäftigten im akademischen Mittel- und Unterbau deutscher Universitäten: befristet, Teilzeit, unbezahlt, prekär. Das Thema wird in den deutschen Medien viel diskutiert, auch der IPB-Forscher Peter Ullrich hat einiges zum Thema geschrieben. Er analysiert in verschiedenen jüngeren Publikationen die Situation und fragt nach den Bedingungen, unter denen sich Protest und Widerstand derzeit nur recht zögerlich zu formieren scheint. Als hinderlich für die Mobilisierung trotz allgemeiner Unzufriedenheit der Betroffenen analysiert Ullrich ein Zusammenspiel aus individualisierenden und von extremer Konkurrenz geprägten Strukturen einerseits, sowie dazu passenden, wenig widerständigen Subjektiven und gering ausgeprägter Konfliktfähigkeit der Betroffenen andererseits.

Ein umfangreicher Artikel erschien u.a. in undercurrents und der „Soziologie“. Eine kompakte Zusammenfassung der Situation ist in der Wochenzeitung „jungle world“  auch online verfügbar.

 

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  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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