Matthias Quent (Ernst-Abbe-Hochschule Jena)

Demokratie ist eigentlich ein Anti-Ohnmachts-System. Der Bürger ist der Souverän, und mithilfe gleicher, allgemeiner und freier Wahlen bestimmen prinzipiell erst einmal alle. Doch in der Wahrnehmung vieler funktioniert dieses System nicht mehr gut. Menschen aus allen Teilen des politischen Spektrums haben den Eindruck, keinen Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen nehmen zu können. Sogar Spitzenpolitiker äußern Ohnmachtsgefühle.


Der Spiegel, 21.4.2026: „Viele Menschen sind in einem Kampfmodus“