
Die Klimabewegung in Deutschland im Wandel
[ipb beobachtet] Wo steht die Klimabewegung heute? Anna Fünfgeld und Lea Frerichs geben einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen der Klimaproteste und das Potenzial von Klimaklagen.

[ipb beobachtet] Wo steht die Klimabewegung heute? Anna Fünfgeld und Lea Frerichs geben einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen der Klimaproteste und das Potenzial von Klimaklagen.

[ipb beobachtet] Jan Wilkens, Christopher N. Pavenstädt und Charlotte Huch schlagen vor, die transformativen Wirkungen von Klimabewegung als Ergebnis anhaltender Anstrengungen vieler Akteure zu verstehen und die Beziehungen verschiedener sozialer Treiber und ihrer Ressourcen systematisch zu untersuchen.

Eine Studie unter Mitwirkung von Forscher*innen des ipb zeigt, dass die Handlungsspielräume für die Klimabewegung zwischen 2019 und 2023 geschrumpft sind. Der politische Diskurs, polizeiliche und rechtliche Maßnahmen verstärken sich in dieser Entwicklung gegenseitig.

Eine Befragung von Forscher*innen des ipb beim Klimastreik am 3. März 2023 zeigt große Unterstützung für zivilen Ungehorsam. Jede*r fünfte Befragte hat sich schon an Aktionen von Ende Gelände, Extinction Rebellion oder Letzter Generation beteiligt.

Wie und warum ist die Letzte Generation entstanden und wie hat sie sich bis heute verändert? Sind ihre Forderungen und ihre Ausrichtung auf zivilen Ungehorsam klug gewählt und politisch wirksam? Im neuen ipb working paper zieht Dieter Rucht eine kritische Zwischenbilanz.

Die diesjährige Jahrestagung des ipb widmet sich in Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung der Freien Universität Berlin den Schnittstellen von Friedens- und Konfliktforschung und Bewegungsforschung.

Angesichts der Debatte über die Protestformen der Klimabewegung hat das Science Media Center zwei Kollegen des ipb um eine Stellungnahme gebeten. Wir dokumentieren die Texte von Sebastian Haunss und Simon Teune.

In den letzten Jahren ist die politische Mobilisierung von Fehlwissen zu einer relevanten und zum Teil bestimmenden Größe geworden. Simon Teune beschreibt die Entwicklung zwischen „Klimalüge“ und „Plandemie“.

Mit Fridays for Future haben die Klimaproteste eine zuvor nie erreichte gesellschaftliche Breite und politische Aufmerksamkeit erlangt. Sebastian Haunss und Moritz Sommer haben einen Sammelband zusammengestellt, der die Fridays aus verschiedenen Perspektiven in den Blick nimmt.

In der Debatte um eine Radikalisierung der Klimabewegung steht die Frage nach Gewalt im Raum. Simon Teune meint, dass die Gefahr der Radikalisierung sich vor allem mit Blick auf das Verhältnis der Klimabewegung zu demokratischen Institutionen stellt, die klimapolitisch versagen.