
Neues aus der Bewegungsforschung: Publikationen von ipb-Mitgliedern (II.2021)
Womit beschäftigen sich die Mitglieder des Protestinstituts? Ihre aktuellen Publikationen geben einen Überblick.

Womit beschäftigen sich die Mitglieder des Protestinstituts? Ihre aktuellen Publikationen geben einen Überblick.

Das Working Paper präsentiert Ergebnisse einer Organisationsbefragung zur Auswirkung der COVID-19 Pandemie auf Vereine und Initiativen in Deutschland. Die Studie zeigt, dass die Zivilgesellschaft in der ganzen Breite mit großer Wucht getroffen wurde.

Fridays for Future brachte die Klimakrise im Jahr 2019 mit Vehemenz auf die politische und mediale Tagesordnung. Wer steckt hinter Fridays for Future? Wie organisieren sich die zumeist jungen Aktivist*innen? Was kann Fridays for Future bewirken? Eine Rezension von Philipp Knopp.

[ipb beobachtet] Die Querdenken-Proteste sind in ihrer Heterogenität und Widersprüchlichkeit verwirrend. Simon Teune zeigt, dass in den Protesten mehrere länger zu beobachtende Entwicklungen zusammen kommen, und fragt, was das für die Protestforschung bedeutet.

Geflüchtete organisieren ein Protestcamp gegen die desolaten Unterbringungsbedingungen. Mit qualitativen Leitfadeninterviews, informellen Gesprächen, teilnehmender Beobachtung und einer Medien- und Dokumentenanalyse zeichnen die Autor:innen ein differenziertes Bild vom Protest und seinem Kontext.

Nach einem Jahr Corona-Zwangspause organisiert das Institut für Protest- und Bewegungsforschung am 25. und 26. November 2021 wieder eine Jahrestagung zum Thema: „Soziale Bewegungen und die soziale Frage“. Über einen Call for Participation laden dazu ein, wissenschaftliche, aktivistische und künstlerische Beiträge zur Jahrestagung vorzuschlagen.

Das Kolloquium Politik von unten startet mit einem neuen Programm in den Sommer 2021. Themen sind Schuldenbezogene Bewegungen , Repression in der Forschung zum Arabischen Frühling, die politische Verortung der Querdenken-Proteste, die Muslimbrüderschaft als soziale Bewegung und die Rolle von Medien im politischen Konflikten um die Finanzkrise 2008.

In den letzten Jahren ist die politische Mobilisierung von Fehlwissen zu einer relevanten und zum Teil bestimmenden Größe geworden. Simon Teune beschreibt die Entwicklung zwischen „Klimalüge“ und „Plandemie“.

Zu welchen Themen die Forscher*innen des ipb zurzeit arbeiten, lässt sich an ihren wissenschaftlichen Publikationen ablesen. Wir dokumentieren zentrale Publikationen des ersten Quartals 2021.

[ipb beobachtet] Felix Anderl plädiert für eine gegenseitige Befruchtung der Forschung zu internationalen Beziehungen und zu sozialen Bewegungen. Während die IB-Forschung noch immer Probleme hat, Widerstände gegen internationales Regieren zu verstehen, konzentriert sich die Bewegungsforschung größtenteils auf nationalstaatliche Entwicklungen oder Ländervergleiche.