
Neues aus der Bewegungsforschung: Publikationen von ipb-Mitgliedern (IV.2017)
Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Beginnend mit dem
Hier finden sich die aktuellen Aktivitäten des ipb und seiner Mitglieder: Informationen zu neuen Projekten und Veranstaltungen, Kommentare zum aktuellen (Protest-)Geschehen.

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Der folgende Beitrag erschien unter dem Titel „Jenseits der „Lügenpresse“-Parolen – Ein Gastbeitrag von Wolfgang

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Am 19. und 20. Mai 2017 fand am Institut für Protest- und Bewegungsforschung die zweitägige

Vorbemerkung: Dieses Interview führte eine Hamburger Tageszeitung mit ipb-Forscher Peter Ullrich. Der Chefredaktion geriet es
Wir müssen aus Communities und einer starken Zivilgesellschaft heraus für eine Gesellschaft streiten, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein können. Das ist eine Gesellschaft, in der Menschen sich entfalten können. Das ist keine Utopie, sondern eine Frage ökonomischer und sozialer Bedingungen.
die tageszeitung, 9.8.2026: „Männer, die autoritäre Männlichkeit ausleben“
Tarek Shukrallah (Uni Gießen)
„Proteste erzeugen Demokratinnen und Demokraten, indem Menschen Selbstwirksamkeit erfahren und sich selbst als Teil einer gestaltbaren Demokratie erleben.“ Wenn Menschen einmal diese Erfahrung gemacht haben, engagieren sie sich später oft weiter. „Für Demokratien sind solche Bürgerinnen und Bürger ganz starke Ressourcen.“
Augsburger Allgemeine, 8.8.2026: Straßenblockaden vorbei, Klimacamps abgebaut: Was ist aus den Klimaaktivisten geworden?
Simon Teune (FU Berlin)
Der Protestforscher Simon Teune verweist auf die Vereinzelung der Betroffenen, die Niederlage der Agenda-2010-Proteste und die fehlende Protesterfahrung von Menschen in Armut. „Die Wahrnehmung, dass man mit seinem Einsatz etwas erreichen kann, dass man gehört wird, wenn man ein Problem benennt, ist eine zentrale Ressource demokratischer Kultur, die zunehmend zu versiegen droht“.
Der Freitag, 24.7.2026: Sein Sparschwein ist ein Panzer: Das ist der Grund, warum kaum einer gegen Merz aufbegehrt
Simon Teune (FU Berlin)
Wie mobilisiert man gegen Regierungspolitik, ohne mit der größten Oppositionspartei zu kooperieren oder von ihr vereinnahmt zu werden? Das hat schon manche soziale Bewegung vor Probleme gestellt. Andererseits ist es auch eine strategisch geschickte Möglichkeit für Regierungsvertreter zu demobilisieren: den potenziellen Protest gegen die eigene Politik diskursiv mit AfD und Co. zu verbinden.
Frankfurter Rundschau, 20.7.2026: Wo bleiben die Proteste gegen den Sozialabbau?
Manès Weisskircher (TU Dresden)
„In Erfurt ist letztlich das passiert, was die Protestgruppen angekündigt haben. Das, was im Vorfeld an Schreckensszenarien ausgemalt worden ist, hatte damit schlicht nichts zu tun“, sagt der Protestforscher Simon Teune von der Freien Universität Berlin. Die Blockaden von „Widersetzen“ beruhen auf einem „bereits etablierten Aktionskonsens“, […] die Aktionsform reihe sich in eine lange Geschichte massenhaften zivilen Ungehorsams ein. „Da geht es ausdrücklich nicht darum, Menschen zu attackieren oder Barrikaden in Brand zu stecken, sondern eher um das Bild eines gut organisierten, entschlossenen Widerstands.“
Tagesspiegel, 12.7.2026: „Die klassische autonome Szene existiert nicht mehr“
Simon Teune (FU Berlin)
Gerade im Ausland, berichtet Heike Walk von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, wie in Griechenland oder Spanien, sei das genossenschaftliche Modell eine moderne Alternative. Diese Haltung habe erst mit der Nachhaltigkeitsbewegung hierzulande Einzug gehalten, also mit einer „wachsenden Bewegung von Leuten, die sagen, ‚wir wollen anders wirtschaften'“. Inzwischen nimmt Walk einen neuen Schwung im genossenschaftlichen Modell wahr.
mdr aktuell, 9.7.2026: Günstig leben, gemeinsam entscheiden
Heike Walk (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde)