
Neues aus der Bewegungsforschung: Publikationen von ipb-Mitgliedern (II.2019)
Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017
Hier finden sich die aktuellen Aktivitäten des ipb und seiner Mitglieder: Informationen zu neuen Projekten und Veranstaltungen, Kommentare zum aktuellen (Protest-)Geschehen.

Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017

Social Movements and Civil Society in Central and Eastern Europe. Historical Legacy and Current Trends,

2018 startet das Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) eine eigene Rubrik im Forschungsjournal Soziale Bewegungen.

Der folgende Text von Dieter Rucht und Moritz Sommer erschien in einer redaktionell bearbeiteten und

Seit Wochen bestimmen die Fridays for Future-Demonstrationen die Schlagzeilen. Die Aufmerksamkeit der Medien gilt insbesondere

Auf unserem Blog stellen wir in unregelmäßigen Abständen Buchpublikationen von ipb-Mitgliedern vor. Bisher sind Rezensionen

Seit mehr als einem halben Jahr ist FridaysForFuture aktiv und noch immer bestimmen die jugendlichen

Ort: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Reichpietschufer 50, Raum B 002/3 Zeit: Montag, 3. Juni 2019,

Ort: taz Kantine, Friedrichstraße 21 Zeit: 12. Juni 2019, 19 Uhr Memes, die Geflüchtete als

Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017
„Viele haben Hemmungen, sich zu beteiligen, weil sie sich politisch nicht für informiert genug halten oder nicht wissen, wie so eine Demonstration abläuft.“ Niedrigschwellige Ansätze wie ein Mittagessen mit Gleichgesinnten, das lila Armband oder auch ein entsprechend eingefärbtes Profilbild in den sozialen Medien, hält die Politikwissenschaftlerin deshalb für unverzichtbar, wenn ein Protest wirklich eine breitere Masse ansprechen soll.
Süddeutsche Zeitung, 9.3.2026: Picknick gegen das Patriarchat
Lisa Bogerts
As movement scholar Simon Teune points out, school strikes have a long history as a political tactic employed by students in Germany and beyond. As early as during the German revolution of 1918–19, students organized themselves in councils, inspired by the spread of workers’ and soldiers’ councils. In 1919, they called for a big school strike aimed at abolishing corporal punishment and improving learning conditions in schools.
Jacobin, 7.3.2026: Germany’s Gen Z Is Revolting Against Militarism
Simon Teune (FU Berlin)
Leider kann man als Einzelner nicht einfach den Ukrainekrieg beenden. Aber man kann doch etwas tun. Man kann solidarisch sein, Menschen helfen und Propaganda widersprechen. Man kann Firmen boykottieren, von denen Russland trotz Sanktionen profitiert. Als Disney in den USA die Talkshow des Trump-kritischen Jimmy Kimmel abgesetzt hat, haben viele Menschen ihre Abos gekündigt. Kimmel durfte dann wieder auf Sendung gehen. Widerstand wirkt.
Die Zeit, 7.3.2026: „Demokratien nehmen Gefühle nicht ernst genug“
Matthias Quent (HS Magdeburg-Stendal)
In Deutschland wird die Bewegung vom Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall eingestuft. Ullrich findet das problematisch: „Die Bestrebungen BDS zu verbieten, sind ein klares Zeichen von Illiberalisierung. Wer zu gewaltlosem Widerstand aufruft, ist deshalb nicht antisemitisch.“ Die Unterstützer der Boykottbewegung seien allerdings sehr heterogen: „Da sind auch Antisemiten dabei, wie zumindest indirekt, die Hamas und der Islamische Dschihad“, macht Ullrich klar.
Web.de, 6.3.2026: Die Linke im Antisemitismus-Dilemma
Peter Ullrich (TU Berlin)
Wir haben viele Möglichkeiten, uns zu beteiligen, wenn wir uns nicht überfordern lassen, nicht zurück ziehen, sondern unser soziales und politisches Engagement gut einteilen und auch effektiv ausrichten.
hr2, 25.2.2026: „Diese Vielfalt von Krisen führt dazu, dass es noch weniger durchschaubar erscheint“
Matthias Quent (HS Magdeburg-Stendal)
[Die Aktivist*innen der Letzten Generation] „haben extrem effektiv verschiedene Formen von Protesten neu erfunden. Darin, mit sehr wenigen Akteuren, die Medienaufmerksamkeit zu maximieren, waren sie sehr erfolgreich“. […] „Am Ende ist es ihnen tatsächlich gelungen, das Bild zu erzeugen, dass der Alltag gestört wurde,“ sagt Teune, obwohl das öffentliche Leben freilich nicht ganz stillstand. […] Aber, und hier kommt das große Aber: Die große Aufmerksamkeit helfe nicht, „wenn es nicht gelingt, mit der Störung zu vermitteln, was damit bezweckt wird“.
Die Presse, 20.2.2026: Großprozess gegen „Letzte Generation“: Was hat der Protest gebracht?
Simon Teune (FU Berlin)