
Neues aus der Bewegungsforschung: Publikationen von ipb-Mitgliedern (IV.2019)
Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017
Hier finden sich die aktuellen Aktivitäten des ipb und seiner Mitglieder: Informationen zu neuen Projekten und Veranstaltungen, Kommentare zum aktuellen (Protest-)Geschehen.

Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017

[ipb beobachtet] Aletta Dieffenbach, Philipp Knopp, Piotr Kocyba und Sebastian Sommer plädieren für eine methodisch offene, kritisch-reflektierte Erforschung rechter Bewegungen und wenden sich gegen eine pauschale Ablehnung qualitativer, interaktionsnaher Methoden. Gerade in der Auseinandersetzung mit politischen Differenzen betonen sie die Notwendigkeit, Spannungsverhältnisse produktiv anzuerkennen, ohne die erkenntnistheoretischen Ansprüche kritischer Wissenschaft preiszugeben.

Auf unserem Blog stellen wir in unregelmäßigen Abständen Buchpublikationen von ipb-Mitgliedern vor. Bisher sind Rezensionen

Call for Contributions zum Workshop des Arbeitskreises Soziale Bewegungen und Polizei des Instituts für Protest-

Zum zehnten Mal findet am 18. Januar 2020 die Demonstration „Wir haben es satt“ statt.

Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017

Ort: taz Kantine, Friedrichstraße 21, Berlin-Kreuzberg Zeit: 19.11.2019, um 19 Uhr | Eintritt frei Der

Mitte Juni 2019 lud die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) zur Fachtagung „Auf die Straße!

Public Panel Discussion: What You See Is What You Get? The Present and Futures of

Unser AK Poststrukturalistische Perspektiven hat ein Handbuch zu Poststrukturalistischen Perspektiven auf sozialen Bewegungen veröffentlicht. Die
Die Bevölkerung fragt inzwischen Output-orientiert: Was liefert die Demokratie, ist sie effizient? Worüber wir aber zu wenig sprechen, ist die demokratische Alltagskultur: dass wir etwa im Bus angstlos über die Regierung schimpfen können, dass wir in den Unternehmen auf den Fluren laut über Führungsentscheidungen debattieren oder dass wir Proteste und Petitionen organisieren können. Das sind weithin unterschätzte Faktoren der Lebensqualität. Wie bedeutsam diese Kultur und Freiheit sind, nehmen wir in der Regel nicht mehr wahr.
Die Zeit, 30.6.2026: Wir sind der Staat
Nina Wienkoop (HAW Hamburg)
Wie also sieht er aus, der Weg aus der Demokratie-Krise? Für Geißel ist das klar: „Bürger stärker in die Gestaltungder Demokratie und ihrer Institutionen miteinbeziehen.“
Die Presse, 26.6.2026: Heraus aus der Demokratie-Krise! Nur wie?
Brigitte Geissel (Uni Frankfurt)
Es ist also die Kombination von für sich genommen harmlosen Inhalten mit Chiffren, die auf eine jüdische Weltverschwörung oder die vermeintliche Überlegenheit einer »weißen Rasse« anspielen, die den digitalen Antisemitismus so reichweitenstark und damit so gefährlich macht. Dadurch tragen Plattformen wie TikTok zu einer Dynamik bei, »die sich nicht allein über klassische Faktoren wie politische Zugehörigkeit oder ideologische Überzeugung erklären lässt, sondern bei der die digitale Praxis selbst eine tragende Rolle spielt«.
Jüdische Allgemeine, 23.6.2026: Antisemitismus: Eine neue Studie untersucht den Judenhass auf TikTok
Maik Fielitz (IDZ Jena) mit Wyn Brodersen und Michael Schmidt
Die Forschung, die explizit mit dem Begriff „Faschismus“ operiert, ist anderen Ansätzen überlegen, wenn soziologische Fragen nach dem Wahl- und Mobilisierungsverhalten, nach Kommunikations- und Affekthandeln gestellt werden. Genau hier aber spielt die Musik der erwähnten „Faschisierung“ gesellschaftlicher Verhältnisse – historisch wie gegenwärtig.
Süddeutsche Zeitung, 21.6.2026: Die Faschismus-Debatte ist leider keine linke Nebelkerze
Stefan Lessenich (Frankfurter Institut für Sozialforschung) mit Sven Reichardt
Damals war unter den Protestierern ein nennenswerter Teil von Arbeitslosen auf der Straße – was ungewöhnlich ist. Generell sind die Arbeitslosen strukturell vereinzelt und tun sich selten in größerer Zahl zusammen. […] Es gibt heute keinen großen punktuellen Auslöser, den gab es damals sehr wohl. Man hatte mit der Verabschiedung der Hartz-Gesetze im Sommer 2004 einen ganz konkreten Ansatzpunkt für Protest. Dieser Ansatzpunkt fehlt heute.
die tageszeitung, 21.6.2026: Forscher zu deutschem Protestpotential: „Damals war die Situation günstiger“
Dieter Rucht
Politik sollte weniger auf moralische Appelle setzen und mehr Möglichkeiten bieten, selbst aktiv zu werden. Wer die AfD schwächen will, muss ihr wichtigstes Angebot kopieren: das Gefühl, nicht ohnmächtig zu sein. Es braucht echte Erfahrungen von Selbstwirksamkeit. Wer erlebt, dass eigenes Handeln etwas verändert, wird weniger anfällig für autoritäre Versprechen. […] Vereine, Nachbarschaftsprojekte, Bürgerforen, lokale Initiativen. Menschen müssen erleben, dass sie zum Gelingen von etwas beitragen können. Genau dort muss Demokratie ansetzen.
Der Spiegel, 19.6.2026: Was hilft wirklich gegen die Rechtsextremen?
Matthias Quent (Ernst-Abbe-Hochschule Jena)