Das ipb in den Medien

Wenn ich massiver Gewalt ausgesetzt bin, macht es einen Unterschied, wenn ich sehe, ich bin international nicht allein.


DLF Nova, 28.9.2022: Proteste im Ausland sind psychologisch wichtig für die Menschen im Iran

Tareq Sydiq auf Deutschlandfunk Nova

Der Straßenprotest wird immer das Kernelement bleiben. Darauf kann keine Bewegung verzichten.


zdf.de, 22.9.2022: Globaler Klimastreik: Welche Kraft hat Fridays for Future derzeit?

Sebastian Haunss auf zdf.de

Dass der Sozialprotest in Deutschland gerade erst beginnt, sieht auch Simon Teune. Er erklärt, dass eine Notlage “nicht automatisch” zu Protesten führe. Dies gelte “vielleicht in Deutschland noch mehr als anderswo.” Menschen müssten von einem Aufruf angesprochen werden, der Protest ihnen eine “sinnvolle Perspektive” bieten. Dann gäbe es “durch die sich zuspitzende Lage ein großes Potenzial”.


nd Aktuell, 2.9.2022: Wo geht’s zum Sozialprotest?

Simon Teune in nd Aktuell

“Wir Sozialwissenschaftler haben das Problem, dass wir keine seriösen Vorhersagen abgeben können“, sagte er FR.de von IPPEN.MEDIA. Gibt es einen Wutwinter? Haunss ist skeptisch. Das hat mehrere Gründe. Es sind zwei Dinge, die für ihn eigentlich nicht zusammenpassen: Deutsche und Proteste. Zumindest, wenn es um eine soziale Frage geht. „Da gab es nur einmal eine Ausnahme, die Montagsdemonstrationen nach den Hartz-Reformen 2003.”

Frankfurter Rundschau, 29.8.2022 “Gas-Umlage nicht bezahlen? Was Aktivisten in Deutschland planen – und was Experten dazu sagen”

Sebastian Haunss in der Frankfurter Rundschau

Außerdem sei es nach den bisherigen Erfahrungen schwer, Menschen in prekären Lebenssituationen zu mobilisieren. “Die meisten müssen einfach gucken, wie sie über die Runden kommen.” Ein Risiko sieht Koos dennoch: “Gelingt es der Politik nicht, die wirtschaftliche Entwicklung in den Griff zu bekommen und den Menschen die Angst zu nehmen, kann ich mir vorstellen, dass die erwartbaren großen Mobilisierungsversuche auch erfolgreich sein könnten”, sagte er.

Stern, 28.8.2022: “Heißer Herbst”? Verfassungsschutz warnt vor Protesten

Sebastian Koos im Stern

30 Jahre Rostock-Lichtenhagen: „Das Pogrom prägte eine ganze Generation von Neonazis“. Die Gewalttaten von Lichtenhagen wurden lange verharmlost. Rechtsextremismus-Experte Fabian Virchow erklärt, welche Folgen das hatte.

Tagesspiegel, 22.8.2022: 30 Jahre Rostock-Lichtenhagen: „Das Pogrom prägte eine ganze Generation von Neonazis“

 

Fabian Virchow im Tagesspiegel

Es war absehbar, dass Teile der Klimabewegung sich ein Stück weit radikalisieren werden. Im September 2019 haben wir Teilnehmende einer Demonstration von Fridays for Future befragt, damals hat fast ein Drittel angegeben, dass sich die Bewegung weiter radikalisieren müsse. Es ist aber wichtig zu differenzieren: Die Klimabewegung besteht aus verschiedenen Gruppen und Akteuren – mit verschiedenen Protestformen.

Stuttgarter Nachrichten, 29.7.2022: „Die Wirksamkeit der Schulstreiks hat nachgelassen“

Sebastian Koos in den Stuttgarter Nachrichten

Eine globalisierungskritische Bewegung wie früher gibt es nicht mehr. Die Globalisierungskritik ist in den Gruppen, die sich damals zusammengeschlossen und eine gemeinsame Identität entwickelt haben, nach wie vor aktuell. Aber es ist nicht mehr das einigende Band wie noch Anfang der 2000er Jahre.

Frankfurter Rundschau, 26.6.2022: “Die Breite und Einigkeit sind nicht mehr so gegeben”

Simon Teune in der Frankfurter Rundschau

“Wir haben einen zentralen Konfliktherd, und im Schatten dessen ist es schwierig, viel Aufmerksamkeit zu erzeugen”, fügte der Experte für soziale Bewegungen hinzu.

evangelisch.de, 27.6.2022: “Protestforscher: Ukraine-Krieg überschattet alles andere”

Dieter Rucht bei evangelisch.de

“Wir haben nicht mit der Lupe nach Rechtsextremisten und Oberrassisten bei der Polizei gesucht.“ Was solche Personen angehe, verfüge die Polizei grundsätzlich über genug eigene Mittel auch strafrechtlicher Natur. Bei „der Feldforschung“ habe man sich vielmehr darum bemüht, Schnittstellen aufzuspüren, die bei der Polizeiarbeit Alltragsrassismus befördern. Auch um Lösungsansätze bemühe sich die Studie. (Christiane Howe) Für Hunold steht fest: „Es gibt ganz eindeutig Racial Profiling bei der Polizei, aber es wird negiert.“ (Daniela Hunold)

taz, 3.6.2022: “Studie zu Rassismus in der Polizei: Schlaglicht auf Alltagsrassismus”

Daniela Hunold und Christiane Howe in der taz