Stellungnahme des ipb-Vorstands zu den Reaktionen auf den offenen Brief der Lehrenden an Berliner Universitäten

Wir verwehren uns gegen die Diffamierungen und Anfeindungen gegen unsere Kolleg:innen und Institutsmitglieder, die sich letzte Woche in einem offenen Brief für das Recht der Studierenden der Freien Universität Berlin auf friedlichen Protest aussprachen. Die Kolleg:innen forderten die Einhaltung des in Artikel 8 des Grundgesetzes verbrieften Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit als Grundlage unserer Demokratie. Ihnen zu unterstellen, sie stünden damit nicht auf dem Boden des Grundgesetzes entbehrt jeder Grundlage.

ipb Vorstand – 14.05.2024, Berlin
Luftbild des Bundesamtes für Verfassungsschutz

Einspruch zur Gründung eines Forschungsinstituts beim Verfassungsschutz

Über 200 Wissenschaftler*innen kritisieren Pläne des Verfassungsschutzes, mit einem Zentrum für Analyse und Forschung zum Wissenschaftsakteur zu werden. Sie sehen wissenschaftliche und forschungsethische Standards bedroht und befürchten Auswirkungen auf die unabhängige Forschung in dem Themenfeld.

Open-Access-Sammelband zur Unterbringung Flüchtender in Deutschland erschienen

Die Unterbringungssituation von Geflüchtetetn ist äußerst prekär und hinsichtlich zentraler Aspekte durch Fremdbestimmung, Exklusion und fehlende Partizipationsmöglichkeiten gekennzeichnet. Der im ipb-Projekt „Handlungsfähigkeit in der bundesdeutschen Flüchtlingsunterbringung“ entstandene, von Judith Vey und Salome Gunsch herausgegebene Sammelband beschäftigt sich mit Unterbringungskontexten und -realitäten.

Letzter Ausweg: Protestcamp – Working Paper II.2021 erschienen

Geflüchtete organisieren ein Protestcamp gegen die desolaten Unterbringungsbedingungen. Mit qualitativen Leitfadeninterviews, informellen Gesprächen, teilnehmender Beobachtung und einer Medien- und Dokumentenanalyse zeichnen die Autor:innen ein differenziertes Bild vom Protest und seinem Kontext.

#HambacherForst – ipb working paper erschienen

Das working paper untersucht anhand von Beiträgen der Polizei Aachen im Kurznachrichtendienst Twitter, wie die Polizei durch Verwendung sozialer Medien die Darstellung der Proteste rund um den Hambacher Forst im öffentlichen Diskurs prägte.