Call for papers: Proteste im (Zerr)spiegel der Massenmedien – Workshop des AK Medien

Call for papers: Proteste im (Zerr)spiegel der Massenmedien – Workshop des AK Medien

 

Zeit: Freitag, 29. Mai 2020, 10 – 17 Uhr
Ort: Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin, Raum B002, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Organisation: Dieter Rucht


Das Verhältnis von Protestgruppen und Massenmedien fällt sehr unterschiedlich aus. Die Spannbreite reicht von Ignoranz bis zur Symbiose. Im Workshop soll den Bedingungen, Mustern und Folgen dieser Beziehungen nachgegangen werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, was und wie über Protestaktivitäten in Massenmedien berichtet wird und welche Faktoren das Ob und Wie der Berichterstattung beeinflussen. Es gibt weder raum-zeitliche Eingrenzungen für entsprechende Analysen noch Eingrenzungen für bestimmte Protestgruppen und Mediengattungen.

Hier sind beispielhaft einige Punkte, die im Workshop angesprochen werden können:

  • Welche Proteste werden bevorzugt erwähnt, welche nicht? Was erklärt die Auswahl?
  • Welche Aspekte von Protest werden berichtet, welche werden nicht thematisiert? Welche Deutungen (Frames) und Legitimitätszuschreibungen werden in der Berichterstattung über Protest genutzt?
  • Wie wird über die Reaktionen von staatlicher Seite (Regierung, Politiker, Polizei) und/oder wirtschaftlicher Seite (Unternehmen) auf die Proteste gegen sie berichtet?
  • Welche Formate und Präsentationsformen (Bilder, Videos, Gifs…) werden genutzt?
  • Welche Unterschiede zeigen sich in der Berichterstattung bestimmter Kanäle, Formate und Einzelmedien?
  • Muster und Wechselwirkungen der Berichterstattung in digitalen und offline-Medien
  • Wie werden Proteste auf- oder abgewertet?
  • Wie steht es mit der Trennung bzw. Vermischung von Nachrichten und Meinung?
  • Was tun die Protestierenden, um die Medienberichterstattung zu beeinflussen?
  • Wie nehmen Protestierende die Berichterstattung wahr?

Der Workshop soll offen und flexibel gestaltet werden. Erwünscht sind Impulsvorträge mit einer Dauer von max. 20 Minuten. Zudem soll der Workshop Raum bieten für Fragen, Diskussion und Projektideen.

Anmeldungen zur Teilnahme am Workshop (auch ohne eigene Präsentation) sowie Angebote für Impulsvorträge (Titel und kurzes abstract) werden erbeten bis zum 6. April 2020 an dieter.rucht[at]wzb.eu

Weitere Informationen zum AK Medien

 

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  • Das Repertoire an anderen Protest- und Widerstandsmöglichkeiten ist bei Weitem noch nicht ausgereizt. Damit meine ich nicht nur fröhlich-freundliche Straßenproteste, sondern auch zivilen Ungehorsam. Sowohl in Qualität als auch in Quantität ist das Spektrum da noch nicht ausgeschöpft.

    die tageszeitung, 20.9.2021: „Gandhi war auch im Hungerstreik“

    ipb-Forscher Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
     
 

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