
Rezension: Daphi 2017: Becoming a Movement
Auf unserem Blog stellen wir in unregelmäßigen Abständen Buchpublikationen von ipb-Mitgliedern vor. Bisher sind Rezensionen
Hier finden sich die aktuellen Aktivitäten des ipb und seiner Mitglieder: Informationen zu neuen Projekten und Veranstaltungen, Kommentare zum aktuellen (Protest-)Geschehen.

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Kurzbericht und Reflektionen zur Demonstrationsbefragung bei „We’ll Come United“ am 29.09.2018 in Hamburg Sabrina Zajak

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Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert? Seit Ende 2017

[ipb beobachtet] Die Balance zwischen Nähe und Distanz der Forschung zu Protesten ist ein zentrales Thema. Sabrina Zajak stellt die Methode des transformativen Selbstexperiments vor, das die Probleme einer involvierten Forschung adressiert.

Als Abschluss eines (internen) Workshops des Arbeitskreises „Soziale Bewegungen und Polizei“ im Januar zum Thema

Protests and social movements are fuzzy objects to study. Scholars face a lack of clear

„Der Kontext lokaler Proteste“ – Jahrestagung des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung Am 09. und
Bei ipb-Kollegin und Vorstandsmitglied Priska Daphi sind an der Professur für Konfliktsoziologie der Universität Bielefeld

Bericht zum Track “Einheit und Varianz im polizeilichen Umgang mit Gipfelprotesten” der ipb-Jahrestagung 2018 “Der
Die Forschung, die explizit mit dem Begriff „Faschismus“ operiert, ist anderen Ansätzen überlegen, wenn soziologische Fragen nach dem Wahl- und Mobilisierungsverhalten, nach Kommunikations- und Affekthandeln gestellt werden. Genau hier aber spielt die Musik der erwähnten „Faschisierung“ gesellschaftlicher Verhältnisse – historisch wie gegenwärtig.
Süddeutsche Zeitung, 21.6.2026: Die Faschismus-Debatte ist leider keine linke Nebelkerze
Stefan Lessenich (Frankfurter Institut für Sozialforschung) mit Sven Reichardt
Damals war unter den Protestierern ein nennenswerter Teil von Arbeitslosen auf der Straße – was ungewöhnlich ist. Generell sind die Arbeitslosen strukturell vereinzelt und tun sich selten in größerer Zahl zusammen. […] Es gibt heute keinen großen punktuellen Auslöser, den gab es damals sehr wohl. Man hatte mit der Verabschiedung der Hartz-Gesetze im Sommer 2004 einen ganz konkreten Ansatzpunkt für Protest. Dieser Ansatzpunkt fehlt heute.
die tageszeitung, 21.6.2026: Forscher zu deutschem Protestpotential: „Damals war die Situation günstiger“
Dieter Rucht
Politik sollte weniger auf moralische Appelle setzen und mehr Möglichkeiten bieten, selbst aktiv zu werden. Wer die AfD schwächen will, muss ihr wichtigstes Angebot kopieren: das Gefühl, nicht ohnmächtig zu sein. Es braucht echte Erfahrungen von Selbstwirksamkeit. Wer erlebt, dass eigenes Handeln etwas verändert, wird weniger anfällig für autoritäre Versprechen. […] Vereine, Nachbarschaftsprojekte, Bürgerforen, lokale Initiativen. Menschen müssen erleben, dass sie zum Gelingen von etwas beitragen können. Genau dort muss Demokratie ansetzen.
Der Spiegel, 19.6.2026: Was hilft wirklich gegen die Rechtsextremen?
Matthias Quent (Ernst-Abbe-Hochschule Jena)
Protest, der lautstark ist, disruptiv ist, ist glaube ich immer legitim, solange er friedlich bleibt. Das ist ein Teil unserer streitbaren Demokratie. Und Demokratie bedeutet auch Streit, solange der Streit zivil ausgetragen wird. Es ist nichts Überraschendes, dass wir bei diesen organisierten Parteitagen der AfD mit lautem, massiven Widerstand auf der Straße zu rechnen haben.
mdr Fakt ist!, 10.6.2026: Linker Protest gegen rechte Politik
Piotr Kocyba (Uni Leipzig)
Als entscheidende Zäsur machte Leistner den ersten Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2014 aus. Zu diesem Zeitpunkt habe die „alte Friedensbewegung“ das erste Mal bemerkt, dass neue Bewegungen sich formierten. „Aus Stimmungen wurden Strukturen, und es entstand auch eine extrem rechte Gegenöffentlichkeit“, beschrieb Leistner. […] Spätestens 2022 mit dem zweiten Einmarsch Russlands in die Ukraine habe es dann in der Gesellschaft verschärftes öffentliches Misstrauen gegenüber der Friedensbewegung gegeben. So gebe es vor allem in Sachen Ukraine-Krieg eine „Krise des politischen Kompasses“.
Oberhessische Presse, 8.6.2026: Vortrag zu Friedensbewegungen: „Werkstätten für Weltreparatur“ werden dringend gebraucht
Alexander Leistner (Uni Lüneburg)
„Wer ein Hakenkreuz irgendwo hinmalt, hat ganz sicher in vollem Bewusstsein kein Peace-Zeichen dort hingemalt“, so Kriminologe Dr. Nils Schuhmacher. „Wer eine rechte Parole irgendwo hinschreibt, fordert eben nicht ‚Gleichheit für alle‘ und wer rechtsextremes Werbematerial verteilt, hat es sich ganz bewusst besorgt.“ Für Schuhmacher sind Hakenkreuz-Schmierereien kein Zufall, sondern ein bewusster Gebrauch rechtsextremer Zeichen.
Ostholsteiner Anzeiger, 7.6.2026: Mehr als nur Hakenkreuz-Schmierereien? Ein Blick auf rechte Straftaten in Ostholstein
Nils Schuhmacher (Uni Hamburg)