
Es geht weiter! Bewegte Gespräche – Demokratie unter Druck, Protest in Bewegung
Unsere Salonreihe Bewegte Gespräche geht weiter! Diesmal mit dem Thema: Demokratie unter Druck, Protest in Bewegung – Was wir von No Kings und Anti-ICE lernen können
Hier finden sich die aktuellen Aktivitäten des ipb und seiner Mitglieder: Informationen zu neuen Projekten und Veranstaltungen, Kommentare zum aktuellen (Protest-)Geschehen.

Unsere Salonreihe Bewegte Gespräche geht weiter! Diesmal mit dem Thema: Demokratie unter Druck, Protest in Bewegung – Was wir von No Kings und Anti-ICE lernen können

Der diesjährige Workshop des AK „Soziale Bewegungen und Polizei“ widmet sich den staatlichen Reaktionen auf Mobilisierungen im Kontext des Israel-Palästina Konflikts. Es sind Beitragsvorschläge in deutscher und englischer Sprache möglich. Deadline: 30. Juli.

The program for ipb’s 2026 annual conference is now out and registration is open. Learn more about the conference and join our discussion on „Brain-Twisters of Social Movement Reseach“ on 5-6 October 2026 in Berlin.

[ipb beobachtet] Wie verändert sich die Diskussion über das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland? Elisabeth Wiesnet zeichnet eine Verschiebung der Wissensordnung nach: weg von strafrechtlichen und moralischen Deutungen hin zu reproduktiver Gerechtigkeit.

On 5 & 6 October, the ipb will hold their annual conference at Berlin’s Humboldt University. In an experimental format we will organize our discussions along central questions of social movement research. Get involved, send your answer or add your question by April 17th.

Seit 2025 wird der AK als DFG-Netzwerk „Poststrukturalistische Protest- und Bewegungsforschung: Ein multiperspektivischer Analyseansatz (POPMAP)“ fortgeführt. In diesem DFG-Netzwerk arbeiten Forscherinnen aus verschiedenen Disziplinen, die alle das gemeinsame Ziel haben, soziale Bewegungen besser zu verstehen – besser auch in der Hoffnung, die Akteurinnen progressiver Bewegungen mit unseren Erkenntnissen zu unterstützen.

Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) lädt herzlich zur Einreichung von Beiträgen für seine Kolloquiums-Reihe „Politik von unten“ ein. Wir freuen uns gleichermaßen über Beiträge von allen Forscher*innen, Nachwuchswissenschaftler*innen wie auch von etablierten Forscherinnen! Bei Interesse freuen wir uns über eine Nachricht mit einer kurzen Beschreibung an info@protestinstitut.eu bis zum 18. März 2026

Ein Workshop des AK Polizei zeigt, wie „Dritte“ – von Medien und Passant:innen bis zu Plattformen und privaten Sicherheitsdiensten – Protest und Polizeihandeln in hybriden Öffentlichkeiten mitprägen. Anhand internationaler Beispiele wird sichtbar: Nicht-staatliche Akteure können Protest sowohl schützen als auch repressiv beeinflussen.

Befragungen bei Demonstrationen sind eine wichtige Methode, um die Motive, Einstellungen und soziodemografischen Merkmale der Teilnehmenden zu verstehen. Das ipb macht jetzt 31 Protestbefragungen aus Deutschland und Polen über GESIS anderen Forschenden und der Öffentlichkeit zugänglich.

[ipb beobachtet] In der Forschung wird die Rolle digitaler Kommunikation oft überbetont. Steffen Heinzelmann zeigt für fünf Organisation und Initiativen in Bolivien, wie deren Kommunikation digitale und traditionelle Kanäle kombiniert, um nicht nur unterschiedliche Publika, sondern auch Effekte von Selbstermächtigung und Vertrauensbildung zu erreichen.
Als entscheidende Zäsur machte Leistner den ersten Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2014 aus. Zu diesem Zeitpunkt habe die „alte Friedensbewegung“ das erste Mal bemerkt, dass neue Bewegungen sich formierten. „Aus Stimmungen wurden Strukturen, und es entstand auch eine extrem rechte Gegenöffentlichkeit“, beschrieb Leistner. […] Spätestens 2022 mit dem zweiten Einmarsch Russlands in die Ukraine habe es dann in der Gesellschaft verschärftes öffentliches Misstrauen gegenüber der Friedensbewegung gegeben. So gebe es vor allem in Sachen Ukraine-Krieg eine „Krise des politischen Kompasses“.
Oberhessische Presse, 8.6.2026: Vortrag zu Friedensbewegungen: „Werkstätten für Weltreparatur“ werden dringend gebraucht
Alexander Leistner (Uni Lüneburg)
„Wer ein Hakenkreuz irgendwo hinmalt, hat ganz sicher in vollem Bewusstsein kein Peace-Zeichen dort hingemalt“, so Kriminologe Dr. Nils Schuhmacher. „Wer eine rechte Parole irgendwo hinschreibt, fordert eben nicht ‚Gleichheit für alle‘ und wer rechtsextremes Werbematerial verteilt, hat es sich ganz bewusst besorgt.“ Für Schuhmacher sind Hakenkreuz-Schmierereien kein Zufall, sondern ein bewusster Gebrauch rechtsextremer Zeichen.
Ostholsteiner Anzeiger, 7.6.2026: Mehr als nur Hakenkreuz-Schmierereien? Ein Blick auf rechte Straftaten in Ostholstein
Nils Schuhmacher (Uni Hamburg)
Die Zivilgesellschaft sei, so Matthias Quent, Soziologe aus Jena, „vielleicht die wichtigste Säule wehrhafter Demokratie“. Denn dort könne sich ein „demokratischer Emotions- und Selbstwirksamkeitsraum“ entfalten, den die schwarz-rote Regierung allerdings gerade zusammenkürzt. Quent […] hält das gerade für den Osten, wo es weniger stabile zivilgesellschaftliche Strukturen gibt, für fatal.
die tageszeitung, 25.5.2026: AfD und wehrhafte Demokratie
Matthias Quent (Ernst-Abbe-Hochschule Jena)
Ohne Engagement gäbe es keine Demokratie. Denn sie lebt davon, dass unterschiedliche Personen zusammenkommen und sich gemeinsam für Ziele einsetzen. Verbände, Initiativen und Vereine stiften Gemeinschaft. Außerdem übernehmen sie ganz wichtige gesellschaftliche Aufgaben, ob bewusst oder unbewusst.
Süddeutsche Zeitung JETZT, 22.5.2026: Wie kann ich die Welt ein Stück besser machen?
Swen Hutter (WZB)
Studien belegen, dass ein Mix aus konstruktiven und störenden Protesten wirksam sein kann. Konstruktive Schritte zeigen Lösungen, störende erzeugen Druck. Beide verstärken sich gegenseitig. Ein Beispiel: die brasilianische Landlosenbewegung MST. Sie besetzen brachliegendes Land, also störend, bauen dort aber Schulen und Dörfer auf: konstruktiv.
Nürnberger Nachrichten, 19.5.2026: Lea Bonasera: „Die Klimakrise eskaliert – und Klimaaktivisten werden weggesperrt“
Lea Bonasera (University of Oxford)
Simon Teune säger att medan våldsdåd inom extremhögern ofta vilar på ett bredare stöd inom den egna politiska sfären, agerar de vänsterextrema grupperna mer isolerat. „Där finns ingen miljö som stöder och legitimerar den här typen av handlingar. Tvärtom. Det finns knappt någon som säger att det var en bra idé att organisera de här attackerna.“
Nyheter24.se, 11.5.2026: Efter sabotagen: Polis jagar osynlig extremvänster
Simon Teune (FU Berlin)