Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz in Kooperation mit Institut für Protest- und Bewegungsforschung
Videomaterial über die Brutalität, mit der die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in den USA vorgeht, verbreitet sich seit Monaten viral über Soziale Medien und Nachrichtenplattformen. Die tödlichen Schüsse auf Nicole Good und Alex Pretti sorgten über die Landesgrenze hinaus für Schlagzeilen, dutzende unbekannte Opfer der ICE sind in Haftanstalten gestorben. Doch auch die Aufnahmen vom Widerstand gegen ICE und deren Vorgehensweise verbreiten sich rasant. Von tanzenden Plastikfröschen und rosa Einhörnern über nackte Radfahrer in Portland, Oregon, bis hin zu Trillerpfeifen und Nachbarschaftswachen bei Minustemperaturen in Minnesota: Millionen von Amerikaner*innen demonstrieren zurzeit für Demokratie, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit. Die Protestbewegung ist mit über fünf Millionen Teilnehmenden in über 2.100 US-Städten eine der größten in der Geschichte der USA.
10 Tage vor den geplanten dritten nationalen No-Kings-Protesten ordnet Prof. Sabine von Mering die aktuellen Entwicklungen vor Ort aus ihrer Perspektive in Massachusetts ein und erklärt deren historischen Kontext. Von Mering, die im Dezember 2025 wegen des Versuchs, Care-Pakete an Inhaftierte zu liefern, verhaftet wurde, wird zudem beschreiben, wie sich Menschen an Universitäten und darüber hinaus organisieren. Auch wird sie über die besondere Verantwortung der Deutschamerikaner*innen in dieser Zeit sprechen.
Mit der Reihe Let’s Talk America werfen wir einen Blick in die USA und beschäftigen uns mit verschiedenen Themen rund um Kultur, Gesellschaft, Geschichte und Politik des Landes.
Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts statt.
Sie können sich hier für die Veranstaltung anmelden.
Referentin Prof. Sabine von Mering

Prof. Sabine von Mering lehrt Germanistik an der Brandeis University in Massachusetts und bietet Kurse in den Bereichen Umweltwissenschaften, Internationale und Globale Studien, Frauen-, Geschlechter- und Sexualitätsstudien sowie Kreative Künste für sozialen Wandel an. Neben ihrer Arbeit zur deutschen Sprache und Kultur liegen ihre Forschungsschwerpunkte im Bereich des globalen Klimaaktivismus, des Antisemitismus in sozialen Medien und des Rechtsextremismus in Europa. Sabine von Mering engagiert sich selbst aktiv im Klimaaktivismus bei 350Mass und NoCoalNoGas.